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Bordell an der Börse "Sex auf dem Parkett"

Die Unternehmensführung eines australischen Bordells will dieses früher an die Börse bringen als ursprünglich geplant. Grund sei 'starkes Interesse' der Investoren an "Daily Planet", so der Name des Freudenhauses. Mit dem Börsengang soll das Bordell nicht nur seinen Kunden Spaß machen, sondern auch Investoren, die ihr Geld hineinstecken.

Mitte des Jahres hatte "Daily Planet" angekündigt, in den kommenden zwei Jahren an die Börse gehen zu wollen. Das Freudenhaus ist damit eigenen Angaben zufolge das erste weltweit, das auch am Kapitalmarkt für Höhepunkte sorgen will.

Das Interesse an "konjunktursicheren Dienstleistungen" war indes deutlich höher als erwartet. "Daily Planet" hatte nach der Ankündigung seines Börsengangs mehr als 3.000 telefonische und E-Mail-Anfragen aus der ganzen Welt erhalten, sagte Geschäftsführer Andrew Harris in Melbourne. Daraufhin habe man die Börsenpläne beschleunigt. Bereits Anfang 2003 könnten Kapitalanleger jetzt Anteile an "Daily Planet " zeichnen, so Geschäftsführer Andrew Harris in Melbourne weiter.

Harris will 40,4 Prozent des Unternehmens verkaufen und damit neun Millionen australische Dollar (rd. fünf Millionen Euro) einnehmen. Mit dem Geld will "Daily Planet" expandieren und Schulden bezahlen. Das Bordell liegt in einem Vorort von Melbourne und umfasst derzeit 18 Zimmer, die unter Namen, wie z.B. "Venus" oder "Xanadu" betrieben werden.

Im Geschäftsjahr 2003 will der australische "Liebesdienstleister" einen Netto-Gewinn von 222.000 australischen Dollar erzielen, im darauffolgenden Jahr soll dieses Ergebnis sogar verdreifacht werden. "Daily Planet" plant nach eigenen Angaben den Verkauf von 17,8 Mio. Stück Aktien zum Preis von je 50 Cents.

Von offizieller Seite ist der Börsengang allerdings noch nicht abgesegnet worden, obwohl "Daily Planet" im vergangenen Monat bereits einen Emissionsprospekt mit Unternehmensdaten und erotischen Fotografien bei der australischen Börsenaufsicht vorgelegt hatte.

Quelle: ntv.de