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Alstom-Sparten Siemens weiter interessiert

Nachdem Alstom Anfang der Woche vor der Pleite gerettet wurde, mehren sich die Gerüchte über eine Zerschlagung des Konzerns. So soll Siemens an weiteren Geschäftsbereichen des angeschlagenen französischen Industriekonzerns Alstom interessiert sein.

Unternehmensnahen Kreisen zufolge könnte ein großer Teil von Alstom an Siemens gehen. Es sei allerdings unklar, welche Sparten Siemens kaufen werde und wann. Siemens wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.

Der Münchener Technologiekonzern hatte in diesem Jahr bereits das Industrieturbinen-Geschäft von Alstom für 1,1 Mrd. Euro gekauft. In einem Zeitungsinterview Anfang dieser Woche hatte Siemens-Chef Heinrich von Pierer offen gelassen, ob sich das Unternehmen für weitere Teile von Alstom interessiert. Siemens beobachte die Situation, so von Pierer. Er stellte aber zugleich klar: "Wir sitzen da nicht auf der Lauer. "

Am Montag war der Bankrott von Alstom in letzter Minute abgewendet worden. Nach tagelangen Verhandlungen mit der französischen Regierung stimmte die EU-Kommission einem neuen Rettungsplan vorläufig zu. Auch die Gläubigerbanken billigten Alstom-Chef Patrick Kron zufolge das Paket im Umfang von 3,2 Mrd. Euro. Damit soll die Existenz des Konzerns mit seinen weltweit mehr als 110.000 Beschäftigten zumindest in den kommenden Monaten gesichert werden. Zahlreiche Branchenexperten sehen eine Aufspaltung des Konzerns jedoch als unausweichlich an.

Quelle: ntv.de