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Anklage wegen Sex-Missbrauch Star nach Mexiko ausgeliefert

Die skandalträchtige mexikanische Sängerin Gloria Trevi ist nach dreijähriger Flucht nun doch in ihr Heimatland ausgeliefert worden. Ihr und ihrem Ex-Mann und Manager Sergio Andrade wird vorgeworfen, junge Mädchen angelockt zu haben und sie dann zum Sex mit Andrade gezwungen zu haben. Die beiden waren in Brasilien untergetaucht und dort im Jahr 2000 verhaftet worden. Ihr Antrag auf politisches Asyl wurde wiederholt abgelehnt. Im November schließlich erklärte der gefallene Popstar, nicht länger gegen die Auslieferung kämpfen zu wollen.

Die 34-jährige Popdiva, die durch ihre geheimnisvolle Schwangerschaft in einem reinen Frauentrakt erst vor kurzem wieder auf sich aufmerksam gemacht hatte, traf in Cancun ein und wurde von dort mit einem Regierungsjet zu einer ersten Anhörung nach Chihuahua gebracht. Trevi und Andrade sind wegen Vergewaltigung und Entführung Minderjähriger angeklagt.

Das Paar wurde im Januar 2000 in Rio de Janeiro zusammen mit der Sängerin Maria Raquenel Portillo verhaftet. Die drei sollen Mädchen vorgegaukelt haben, ihnen eine Popkarriere zu ermöglichen, und sie dann zum Sex mit Andrade gezwungen haben. Der Fall sorgte in ganz Lateinamerika für Schlagzeilen.

Das Medieninteresse wurde wieder eingeheizt, als Trevi im Februar ihren Sohn Angel Gabriel zur Welt brachte. Die Zeitungen sprachen sogleich von einer "unbefleckten Empfängnis". Nach eigenen Angaben wurde sie jedoch von einem Gefängniswärter vergewaltigt.

Trevi hatte Ende der 80er bis Mitte der 90er Jahre eine Reihe von Hits in den südamerikanischen Charts. Man nannte sie gern die "mexikanische Madonna".

Quelle: ntv.de