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Weitere Investitionen fraglich Streik bei VW Mexiko dauert an

Das mexikanische Volkswagen-Werk in Puebla wird weiter bestreikt. Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft waren am Samstag erneut ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Damit geht der Streik in der weltweit einzigen Fertigungsstätte für den New Beetle bereits in seine dritte Woche. Pro Arbeitstag wird durch den Streik ein Produktionsausfall im Volumen von 1.500 Fahrzeugen verursacht.

Am Dienstag vergangener Woche hatten die Beschäftigten das bislang letzte Angebot der Unternehmensleitung über eine 8,5-prozentige Lohnerhöhung zuzüglich um 1,7 Prozent höherer Sozialleistungen in einer Urabstimmung abgelehnt. Nach Gewerkschaftsangaben hat VW in den seitdem geführten Verhandlungen keine neue Offerte unterbreitet.

Die letzte Forderung der Gewerkschaften nach einer Erhöhung der Löhne um 19 Prozent war von Unternehmensseite zurückgewiesen und angesichts der weltweiten Konjunkturlage als völlig irreal bezeichnet worden.

Francisco Bada, stellvertretender Mexiko-Chef von VW, hatte bereits am Donnerstag gewarnt, der Streik könne unabhängig von seinem Ausgang künftige Investitionsprojekte des Konzerns in Mexiko gefährden.

Die mexikanische Regierung ist daran interessiert, dass VW ein weiteres Werk in dem mittelamerikanischen Land errichtet, und wollte dies auch im Rahmen eines Besuchs von Bundeskanzler Gerhard Schröder im August zur Sprache bringen. Der Besuch des Kanzlers war jedoch wegen der Entwicklung in Mazedonien kurzfristig abgesagt worden.

Quelle: n-tv.de