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Legendäres Bernsteinzimmer Suche in Sachsen

Das legendäre und seit dem Zweiten Weltkrieg verschollene Bernsteinzimmer wird seit Dienstag wieder in Sachsen gesucht. Der Bürgermeister von Deutschneudorf (Mittlerer Erzgebirgskreis) und FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Haustein, der die Schätze in seiner Heimat vermutet, ließ in der Nähe einer Bahnlinie an der deutsch-tschechischen Grenze eine Mauer öffnen - ohne Erfolg.

In Deutschneudorf seien zuletzt verstärkt Anrufe und anonyme Briefe eingegangen, das Bernsteinzimmer sei hier zu finden, sagte Haustein. Dies habe seine Meinung bestärkt, dass der Schatz im 7,4 Quadratkilometer großen und weit verzweigten ehemaligen Bergwerk des Ortes zu finden ist. Nach Ansicht von Haustein soll das Bernsteinzimmer 1944 per Bahn und schwer bewacht in die Region gebracht worden sein.

Das Bernsteinzimmer war ein Geschenk des Preußischen Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. an den russischen Zaren Peter den Großen. 1941 wurde es in Zarskoje Zelo bei Petersburg von deutschen Soldaten demontiert und ins Königsberger Schloss gebracht, wo sich seine Spur verliert. Seitdem wurde es an mehr als 100 Plätzen vermutet.

Nach Ansicht einiger russischer Wissenschaftler haben die 27 Kisten Kaliningrad nie verlassen. Seit drei Jahren werden auf Kosten des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" die Keller des 1969 gesprengten und verschütteten Königsberger Schlosses ausgegraben. Andere Teams lassen nach einem Tunnel unter dem Fluss Pregel tauchen. Schon zu Sowjetzeiten ließ der Geheimdienst KGB an über 400 Stellen in der Stadt und ihrer Umgebung nach dem Kunstwerk graben. Alle Versuche blieben bisher ohne Erfolg.

Im Katharinenpalast vor den Toren von St. Petersburg befindet sich seit Mai 2003 eine Kopie des verschollenen Bernsteinzimmers. Die 1979 begonnene, originalgetreue Rekonstruktion konnte dank einer Spende der Ruhrgas AG in Höhe von 3,5 Millionen Dollar vollendet werden.

Quelle: ntv.de

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