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Bewährte Strategie Swiss Value Basket 2014

Wenn sich der neue Vontobel-Swiss Value Basket 2014 genauso gut wie die Vorgängerprodukte entwickelt, dann wird sich die Investition in den Aktienkorb auf jeden Fall lohnen.

Antizyklische Anleger setzen an der Börse auf Aktien, die an Wert verloren haben. Anhänger des Trendfolge-Ansatzes suchen nach Entwicklungen, die auf einen langfristigen Kursanstieg hindeuten. Foto: Arne Dedert

(Foto: dpa)

Bereits seit 2009 emittiert Vontobel jeweils im Februar ein Basket-Zertifikat mit einem Jahr Laufzeit. In dem statischen Aktienko rb befinden sich ausschließlich diejenigen Schweizer Titel, die durch Vontobels Aktienanalysten favorisiert werden. Deren Auswahlkriterien decken sich mit dem Value-Ansatz Benjamin Grahams, den auch Warren Buffett praktiziert: Die Gesellschaft sollte ein solides Geschäftsmodell aufweisen, ihre Aktien sollten möglichst niedrig oder gar unterbewertet sein und durch eine hohe Dividendenrendite glänzen. Der 2013er Basket legt in Euro aktuell, kurz vor Fälligkeit, über 21 Prozent Rendite vor. Dieses Jahr haben es insgesamt neun Titel in den Swiss Value Basket geschafft.

Gewichtetes Durchschnitts-KGV unter 10

Die fünf "schwersten" Titel sind mit jeweils 15 Prozent gewichtet; sie stellen damit bereits drei Viertel des Indexgewichtes. Neben dem "Neuling" Transocean (Öl & Gas / Hochseebohrungen) handelt es sich hierbei um die Finanzdienstleistungsriesen Credit Suisse, Swiss Life, Swiss Re und Zurich Insurance, die bereits im Vorjahr vertreten waren. Mit jeweils 6,25 Prozent werden der zyklische Industriewert Ascom (Elektronische Ausrüstungselemente), Calida (Konsum / Bekleidung), Kudelski (Software / Sicherheit) sowie Vaudoise Assurance (Versicherung) im Aktienkorb gewichtet. Das gewichtete durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des Aktienkorbes liegt auf dem niedrigen Wert von 9,93 – laut Handelsblatt vom 17.2. beträgt das durchschnittliche gewichtete KGV für den Gesamtmarktindex SMI bei rund 16.

Das Zertifikat, das die Entwicklung des Swiss Value Baskets 2014 im Verhältnis 1:1 abbildet (ISIN: DE000VZ3B2N2, finaler Bewertungstag: 25.02.2015) ist nicht währungsgesichert; Anleger übernehmen also das Risiko, dass der Euro gegenüber dem Schweizer Franken aufwertet. Bei Zeichnung bis zum 21.2.14 fällt kein Ausgabeaufschlag an; auch auf die Erhebung einer Managementgebühr wird verzichtet. Die Dividendenrendite, die Vontobel für den Korb mit 4,4 Prozent angibt, wird als Rabatt auf den Emissionspreis an Zeichnungskunden weitergegeben. Die Geld-Brief-Spanne wird nach Börseneinführung bei moderaten 0,5 Prozent liegen.

ZertifikateReport-Fazit: Interessenten sollten bedenken, dass Sie über 50 Prozent ihres Kapitals auf die Versicherungsbranche setzen – hier gibt es die niedrigsten KGVs und die höchsten Dividenden zu ergattern. Das Aufwärtspotential des Franken wird durch die Schweizer Zentralbank begrenzt. Mit fairer Ausstattung eignet sich das Zertifikat als Beimischung zu einem international ausgerichteten Aktienportfolio.

Quelle: n-tv.de, Thorsten Welgen, ZertifikateReport