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Massive Ertragseinbußen TUI verliert in der Touristik

TUI-Chef Michael Frenzel hofft auf das dritte Quartal, denn dann soll sich das wichtige Touristikgeschäft wieder auf Vorjahresniveau bewegen. Bisher sieht es für den europäischen Marktführer nicht gut aus. Der Touristikkonzern hat seinen Gewinn im zweiten Quartal dank des Verkaufs der Energiesparte erwartungsgemäß gesteigert. In der Touristik verbuchte der europäische Marktführer infolge der Buchungsflaute und des Preiskrieges massive Ertragseinbußen.

Das Konzernergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Ebta) erhöhte sich um ein Vielfaches auf 625 Mio. Euro nach 146 Mio. Euro im Vorjahr. In der Kernsparte Touristik fiel das Ebta dagegen wie von Analysten erwartet um rund zwei Drittel auf 51 Mio. Euro, was einen Halbjahresverlust in der Sparte von 199 Mio. Euro bedeutet.

Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr 2003 gab der Konzern erneut nicht. Für die Touristik sieht TUI die Talsohle als durchschritten an. Der Rückstand der gebuchten Reiseumsätze gegenüber dem Vorjahr habe sich für die laufende Sommersaison konzernweit auf sechs Prozent von 7,3 Prozent Ende Juli verringert. Das Jahresergebnis bleibe aber unter dem Vorjahr.

Deshalb will der Konzern auch seine zurückhaltende Investitionspolitik nicht aufgeben. Das sagte TUI-Vorstand Reiner Feuerhake in einer Telefonkonferenz. Erst bei einem Spartenergebnis von 600 Mio. Euro werde sich da etwas ändern, sagte er weiter.

Mit der Billigfluggesellschaft Hapag-Lloyd Express hat TUI Glück, den der Ableger kommt offenbar früher in die Gewinnzone als geplant. Feuerhake sagte, dass mit dem Breakeven bis Ende 2004 gerechnet werde. Bislang hieß es, dass im Jahr 2005 die im Herbst vergangenen Jahres gestartete Tochtergesellschaft schwarze Zahlen schreiben soll. Der Ausbau der Fluglinie verlaufe zügiger als geplant, sagte Feuerhake.

Quelle: n-tv.de