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Fass ohne Boden? Teilverkäufe der Bankgesellschaft möglich

Das Land Berlin schließt als Mehrheitsaktionär der angeschlagenen Bankgesellschaft Berlin Teilverkäufe nicht aus. Das meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrere Freitagsausgabe. Der Berliner Finanzsenator Peter Kurth habe erklärt, dass zur Zeit keine Verkaufsvariante von vornerein ausgeschlossen werde. So könnte ein teilweiser Verkauf der Mehrheitsbeteiligung durchaus vorstellbar sein. Unmittelbare Verkaufsverhandlungen gebe es allerdings nicht. Kurth fügte hinzu, dass es aber nicht an Interessenten mangele. Nach Angaben des Berichts hält es der Finanzsenator für "nicht unrealistisch", dass die Bankgesellschaft für das vergangene Jahr einen Verlust von zwei bis drei Milliarden Mark erlitten habe.

Bislang geht die die Bank nur von einem zusätzlichen Wertberichtigungsbedarf von rund 500 Mio. Euro nach internen Sonderprüfungen bekannt gegeben. Das genaue Ausmaß des Finanzbedarfs wird aber erst nach Abschluss der Sonderprüfungen feststehen. Neben einer eigenen Sonderprüfung hat auch das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen mit einer gesonderten Überprüfung begonnen.

Die Krise der Bankgesellschaft wurde durch die umstrittene Ausgliederung und Überführung der Immobilientochter IBG in die IBAG ausgelöst. Anschließend sollte das Unternehmen an Investoren verkauft werden. Mit dem Veräußerungsgewinn sollten die Risiken der IBG gedeckt werden. Der IBG sollen im Jahr 2000 hohe Verluste im Immobiliengeschäft.

Quelle: n-tv.de

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