Archiv

Entscheidung erst nach Insolvenzverfahren Teldafax bleibt an der Börse

Die schwerangeschlagene TelDaFax bleibt vorerst am Neuen Markt notiert. Das bestätigte TelDaFax-Vorstand Stefan Koch am Mittwoch. "Abhängig vom Verlauf des Insolvenzverfahrens werden wir über das Börsenlistening entscheiden", so Koch wörtlich in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Das Insolvenzverfahren werde wahrscheinlich am Freitag dieser Woche beginnen, spekuliert Koch weiter. Dabei gehe er von Schulden für Mietleistungen bei der Deutschen Telekom von mehr als 30 Mio. Euro aus. Allerdings stände dem ein Millionenbetrag gegenüber, den TelDaFax bereits als Vorkasse gezahlt hatte, wiederholte Koch noch einmal.

Nachdem die US-Telefongesellschaft Worldcom offiziell als neuer Provider von Teldafax gilt und damit seine Leitungen zur Verfügung stellt, will das Marburger Unternehmen zwei neue Firmen gründen, heißt es weiter. Eine Gesellschaft soll die Telefondienstleistungen von Worldcom weiterverkaufen. Außerdem entstehe eine Service-Firma. Damit könnten 130 Arbeitsplätze erhalten bleiben. 100 Stellen würden aber gestrichen.

Einen Interessenten, der TelDaFax übernehmen wolle, gebe es bisher nicht. Daher habe man sich für die Ausgliederung entschieden, erklärte Koch.

Die Deutsche Telekom hatte am Dienstag Morgen um 8.00 Uhr die Leitungen von TelDaFax wegen ausstehender Zahlungen gekappt. Das Kölner Landgericht hatte zuvor eine einstweilige Verfügung aufgehoben, nach der die Telekom verpflichtet worden war, Teldafax weiterhin Zugang zu ihrem Netz zu gewähren.

Quelle: n-tv.de