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Rating-Abstufung Telekom-Anleihe höher gepreist

Die Deutsche Telekom hat am Freitag erste Details für ihre milliardenschwere Anleihe genannt. Danach liegt die Verzinsung der Euro- und Dollar- Tranche wegen der jüngsten Rückstufungen durch Rating-Agenturen über dem bisher erwarteten Niveau. Insgesamt ist die Anleihe in der Größenordnung von 15,9 Mrd. Euro gezeichnet worden, mehr als dreimal so viel wie angeboten.

Das gesamte Volumen verteilt sich auf drei Tranchen von fünf, zehn und 30 Jahren. Auf die ersten beiden entfällt dabei ein nominales Volumen von zwei und 2,5 Mrd. Euro, die längste Tranche lautet auf 0,5 Mrd. Dollar.

Verglichen mit Swaps entsprechender Laufzeit liegt der Renditevorsprung der fünfjährigen Euro-Anleihe bei 265 Basispunkten. Am Freitagabend habe der Swap-Satz bei 4,98 Prozent gelegen. Damit rentiert die Anleihe mit 7,63 Prozent.

285 Basispunkte über dem vergleichbaren Swap-Satz liegt die zehnjährige Euro-Tranche. Hier lag die letzte Notierung am Freitag bei 5,39 Prozent. Die Rendite liegt bei 8,24 Prozent.

Für die Dollar-Tranche werde ein Zinsbonus von 365 Basispunkten über der US-Staatsanleihe mit 30-jähriger Laufzeit angeboten, die Rendite entspricht 9,32 Prozent.

Alle Bonds sind mit sogenannten Step-up-Kupons ausgestattet. Das bedeutet im Fall einer weiteren Herabsetzung des Ratings durch die Agenturen Moody's und Standard & Poor's eine Steigerung in der Rendite. Sollte die Einstufung unter die Marke von "Baa1" bzw. "BBB+" sinken, steigt der Kupon automatisch um 0,5 Prozentpunkte. Diese Anpassung würde laut Telekom aber aufgehoben, sobald beide Ratings wieder den bisherigen Stand erreichen.

Die Telekom will mit den Einnahmen aus der Jumbo-Anleihe auslaufende Anleihen ablösen. Damit würden die Verbindlichkeiten nicht erhöht, sondern nur in ihrer Struktur optimiert, so die Telekom.

Quelle: n-tv.de

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