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1 Mio. Euro Strafe Teurer Euro bei C&A

Die Werbeaktion der Bekleidungskette C&A kommt die Düsseldorfer nun teuer zu stehen: Das örtliche Landgericht verurteilte das Unternehmen zu einem Ordnungsgeld von 1 Mio. Euro. C&A wird nach Angaben eines Sprechers gegen das Urteil Berufung vor dem Oberlandesgericht einlegen.

In der Urteilsbegründung nennen die Richter die umstrittene Rabattaktion wettbewerbswidrig. C&A hatte im Zuge der Euro-Einführung Preisnachlässe von 20 Prozent gewährt, zunächst nur bei bargeldloser Zahlung, später für alle Kunden.

Bei C&A hatte man nach eigenen Angaben mit dem Urteil nicht gerechnet und ist davon überzeugt, im Sinne des Verbrauchers gehandelt zu haben. "Wir sind von dem Urteil sehr überrascht, werden die Begründung lesen und auf jeden Fall in Berufung gehen", kündigte ein C&A-Sprecher an. Das Wettbewerbsrecht, das dem Urteil zugrunde liegt, sei vor über 70 Jahren erlassen worden und nicht mehr zeitgemäß, so der Sprecher weiter.

Geklagt hatten gegen die Sonderaktion zwei Verbände: der Düsseldorfer Verein zur Wahrung des lauteren Wettbewerbs und die Bad Homburger Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs. C&A ist selbst zahlendes Mitglied in dem Bad Homburger Verein.

Die Rabattaktion hatte bei C&A kräftig die Kassen klingeln lassen: Kundenfrequenz und Umsatz seien zweistellig gestiegen, sagte C&A-Deutschland-Chef Dominic Brenninkmeyer Mitte Januar.

Quelle: n-tv.de

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