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Chemie-Zug in Iran explodiert Trauertag in Nischapur

Einen Tag nach dem schweren Explosionsunglück mit rund 300 Toten haben in der iranischen Provinz Chorasan die Bergungsarbeiten begonnen. Die Ursache ist noch ungeklärt. Feuerwehrleuten gelang es am Donnerstag, die letzten Brände zu löschen, die bei der gewaltigen Explosion der mit Benzin und Düngemitteln beladenen Güterzug-Waggons entstanden waren. Nach Auskunft des Krisenstabs könnte sich die Zahl der zum Teil bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Opfer noch erhöhen.

Iranische Revolutionsgarden hatten den Ort der Katastrophe über Nacht weiträumig abgesperrt, aus Sorge, es könne zu weiteren Explosionen kommen. Am Morgen entspannte sich die Lage etwas, als es hieß, die Feuer gelöscht. Nach offiziellen Angaben lag die Zahl der Toten bei 295. Mindestens 450 Menschen wurden verletzt, als die gefährliche Mischung aus Benzin und Düngemitteln in gewaltigen Detonationen hochging.

Bei vielen Opfern handelte es sich um Feuerwehrleute und Helfer, die zur Unglücksstelle geeilt waren, nachdem sich 51 Waggons des Güterzuges auf der Strecke Teheran-Maschhad aus ungeklärten Gründen selbstständig gemacht und nach einer 20 Kilometer langen Geisterfahrt entgleist und in Flammen aufgegangen waren.

Die Behörden setzten unterdessen einen Trauertag für die Opfer fest, die in der nahe gelegenen Stadt Nischapur beigesetzt werden sollten. Nach Angaben von Verkehrsminister Ahmad Chorram ist die Unglücksursache noch immer unklar. In ersten Meldungen war von Erdstößen die Rede gewesen, die zu der unkontrollierten Zugbewegung geführt hätten. Offiziell hieß es, möglicherweise seien die schweren Druckwellen bei den Explosionen mit einem Erdbeben verwechselt worden. Die Verwüstungen nach den Explosionen ähnelten denen eines Erdbebens.

Quelle: n-tv.de