Archiv

Vertrauen stärker US-Konjunkturdaten schwächer

Die neuesten Konjunkturdaten aus den USA zeichnen ein anhaltend schwaches Bild. Im Oktober ist die Industrieproduktion deutlich stärker zurückgegangen als von Analysten erwartet. Dagegen sind die Verbraucher in den USA wieder zuversichtlicher - die Universität Michigan hat hier nach vorläufigen Berechnungen ein Plus festgestellt.

Wie die US-Notenbank Fed am Freitag mitteilte, sank der Ausstoß in der Industrie um 0,8 Prozent und damit deutlich stärker als das von Analysten erwartete Minus von 0,3 Prozent. Dies ist den Angaben zufolge der stärkste Rückgang innerhalb von 13 Monaten. Im September 2001 betrug der Rückgang 1,1 Prozent.

Die Kapazitätsauslastung fiel im Oktober ebenfalls und zwar von 75,8 im Vormonat auf 75,2 Prozent.

Trotz des schlechten konjunkturellen Umfelds sind die Verbraucher in den USA wieder deutlich zuversichtlicher geworden. Nach vorläufigen Berechnungen der Universität Michigan stieg der so genannte Index des Verbrauchervertrauens von 80,6 Punkten im Oktober auf aktuell 85,0 Zähler. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg auf 82,3 Punkte erwartet.

Der Verbrauchervertrauensindex ist ein vielbeachtetes Stimmungsbarometer und gilt als wichtige Messlatte für die US-Konjunktur. Die wird zu zwei Dritteln vom privaten Verbrauch getragen und deshalb ziehen Analysten die Daten zum Verbrauchervertrauen für ihre Prognosen zur Entwicklung des Kaufverhaltens heran.

Quelle: ntv.de