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Vertrauensindex bricht ein US-Verbraucher missmutig

Das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher in die US-Wirtschaft ist im Juni überraschend stark gesunken. Dies ergaben vorläufige Erhebungen der Universität Michigan.

Der Index, der als wichtiges Konjunkturbarometer gilt, fiel im laufenden Monat auf 90,8 Punkte von 96,9 im Mai, wie am Freitag aus New Yorker Finanzkreisen bekannt wurde. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einer deutlich höheren Zahl von 96,8 Punkten im Juni gerechnet.

Der Michigan-Index misst die Stimmung und das Kaufverhalten der Verbraucher. In den USA machen die Konsumausgaben rund zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung aus. Der Eurokurs stieg nach Bekanntwerden der Daten und makierte mit 0,9523 Dollar zeitweise ein 17-Monats-Hoch.

Trotz der schlechten Stimmung der amerikanischen Verbraucher, ensprachen die übrigen Konjunkturdaten, die am Freitag bekannt wurden, den Erwartungen der Analysten. Die Lagerbestände der Industrie- und Handelsunternehmen wiesen auf einen baldigen Aufschwung hin. Wie erwartet nahmen die Vorräte im April gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent auf 1,1 Billionen Dollar ab. Das sei der niedrigste Stand seit Oktober 1999, teilte das Handelsministerium in Washington mit. Die Lagerbestände haben in den USA seit 15 Monaten kontinuierlich abgenommen. Die Industrie-Produktion stieg mit 0,2 Prozent im Mai zum fünften Mal in Folge. Auch die Kapazitätsauslastung kletterte leicht auf 75,5 Prozent, teilte die US-Notenbank mit.

Quelle: ntv.de