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Von "Hans" und "Krauts" Udo Kier klagt über Vorurteile

"Wenn Deutsche in Amerika beim Film beginnen, heißen sie zuerst immer noch Hans, sind immer noch blond und immer noch Krauts", sagte Udo Kier dem Kölner "Sonntag-Express". Als wohl Deutschlands meistbeschäftigter Schauspieler in Hollywood, muss er es ja wissen. "Deutsche mit richtig großem Hollywood-Erfolg gibt es nicht",

In Amerika würden Schauspieler entweder normal oder ganz viel Geld verdienen. Er selbst gehöre zu den Normalen und würde sich gerne mehr leisten können: "Einen Bentley fahren, eine kleine Hütte auf einem Berg haben", träumt er. Der 58-Jährige, der aus Köln-Mühlheim stammt, absolvierte eine kaufmännische Lehre, war Messdiener, weil er "es schön fand, Röcke und Blusen zu tragen" und wollte eigentlich Priester werden. Mit 19 zog es ihn nach Amerika.

"Ich habe Glück gehabt"

Kier sieht sich selbst als Glückspilz. "Ich weiß, ich habe Glück gehabt", er dem Kölner "Sonntag-Express". "Wenn es eine Vorbestimmung gibt, dann habe ich eine sehr gute gehabt." Grundlage seines Glücks sei für ihn sein Beruf. Weil er keine Familie habe sei jeder Film für ihn "wie eine Freundschaft, eine Verlobung, eine Hochzeit, eine Scheidung ", sagte er der Zeitung. "Ich brauche die Aufmerksamkeit, den Rummel. Ich habe mich daran gewöhnt, es ist schön."

In seinem neuen Film "Betty - Schön wie der Tod" (30. April auf RTL) habe er einige heiße Sex-Szenen mit seiner Schauspielkollegin Claudia Michelsen. "Ich bin sehr froh, dass Claudia meine Partnerin ist, denn wir kennen uns aus Los Angeles und mögen uns. Sonst hätte es nicht geklappt. Erotische Szenen kann ich nicht mit jeder drehen", sagte Kier laut dem Blatt.

Quelle: ntv.de