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Ökosteuer auf Mallorca Urlauber zahlen ohne Murren

Ein Jahr nach der Einführung der Ökosteuer auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln hat die rot-grüne Regionalregierung eine positive Bilanz gezogen. Bis Ende 2002 hätten rund 7,7 Millionen Urlauber die Abgabe bezahlt, nur 5 davon hätten sich förmlich beschwert, teilte der balearische Tourismusminister Celest Alomar mit. "Das sind nur 0,0000645 Prozent und ein Beweis für die große Akzeptanz dieser Taxe." Alomar warf einigen Unternehmern der Reisebranche vor, mit ihren harschen Attacken gegen die "ecotasa" dem Image der Ferieninseln geschadet zu haben.

Kritik der Hoteliers

Der Präsident des mallorquinischen Hotelverbandes, Pere Caellas, bekräftigte dagegen die Kritik an der Ökosteuer und forderte deren Abschaffung. So sei die Zahl der Buchungen aus Deutschland um bis zu 30 Prozent gefallen. Zwar liege dies nicht nur an der Abgabe, sondern auch an der allgemein schwachen Konjunktur. "Aber in anderen spanischen Feriengebieten wie auf den Kanaren oder an der Costa del Sol sind die Hotels im Gegensatz zu den Balearen voll."

Übernachtungssteuer

Die Steuer war am 1. Mai vor einem Jahr mit dem Ziel eingeführt worden, den Auswüchsen des Massentourismus entgegenzuwirken. Die Urlauber auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera müssen je nach Kategorie der Unterkunft zwischen 0,26 und 2,05 Euro pro Tag zahlen. In den meisten Hotels beträgt der Satz 1,03 Euro pro Nacht und Person. Die Abgabe brachte den Balearen im vorigen Jahr 36,7 Millionen Euro ein.

Ob die "ecotasa" allerdings bestehen bleibt, entscheidet sich bei den Regionalwahlen am 25. Mai. Die konservative Volkspartei (PP) will die Abgabe abschaffen, wenn sie auf den Balearen gewinnen sollte.

Quelle: ntv.de

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