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Gentechnik in Lebensmitteln Verbraucher als Versuchskaninchen?

Tortilla-Chips und Pudding mit Gen-Mais? Kekse und Kuchen mit Gen-Soja? In rund 30.000 Lebensmitteln befinden sich Mais und Soja. Woher wissen die Verbraucher aber, dass es sich dabei nicht um genmanipulierte Zutaten handelt?

Die große Mehrheit der Deutschen will keine Gentechnik im Essen. Damit die Verbraucher an der Ladentheke die Risiko-Produkte mit genmanipulierten Zutaten meiden können, dürfen diese gar nicht erst in die Regale gelangen oder müssen zumindest gekennzeichnet werden.

Auf Druck von Verbrauchern und Verbänden haben die Lebensmittelhersteller und der Lebensmittelhandel reagiert. Um ihren Kunden Produkte ohne Gentechnik anzubieten, beziehen sie ihre Zutaten aus Europa und anderen Regionen, in denen Gen-Pflanzen nicht im großen Stil angebaut werden. So können sie eine Verschmutzung ihrer Produkte durch Gentechnik weitgehend verhindern. Mais und Soja aus den Gen-Regionen dieser Welt wie den USA, Kanada und Argentinien werden hingegen gemieden.

Die Anstrengungen haben Erfolg: Die "Stiftung Warentest" hat 2002 in einer von der EU geförderten Untersuchung Lebensmittel in Deutschland auf Gentechnik getestet. In den untersuchten Produkten wurde keine Verunreinigung durch Gen-Zutaten von über 0,1 Prozent gefunden. Dieser Wert liegt weit unter dem von der EU festgelegten Grenzwert von einem Prozent und zeigt, dass die Lebensmittelindustrie die Wünsche der Verbraucher ernst nimmt.

Doch noch immer versucht die Gen-Industrie, den Verbrauchern ihre Produkte durch die Hintertür unterzujubeln.

Quelle: Greenpeace.de

Quelle: ntv.de

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