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Geplanter Strompreisgipfel Verbraucherschützer alamieren

Im Streit um die geplanten Energiepreis-Erhöhungen wird der Ton schärfer. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen kritisierte die Energiepolitik der Bundesregierung als "verfehlt und ineffizient". "Ich befürchte einen Stillhaltepakt der Bundesregierung mit den Stromkonzernen", sagte Verbandsvorstand Edda Müller. Derweil warf E.ON-Chef Wulf Bernotat den Verbraucherschützern in der Diskussion "falsche Zahlen und unzulässige Verallgemeinerungen" vor.

Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, dass Deutschlands größter Energieversorger E.ON die Strombranche möglicherweise zu einem vorläufigen Verzicht auf die umstrittenen Preiserhöhungen bewegen wolle. Der "Tagesspiegel" schrieb unter Berufung auf Regierungskreise, dass der geplante Energiegipfel wegen der starren Haltung der Energiekonzerne nicht stattfinden werden. Regierungssprecher Bela Anda stellte jedoch klar, dass es bei dem Gespräch von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement mit der Energiewirtschaft bleibe, das derzeit vorbereitet werde.

Verbraucherschützerin Müller äußerte im "Kölner Stadtanzeiger" die Befürchtung, dass die geplanten Preiserhöhungen nur verschoben würden und forderte eine Nachbesserung des Gesetzentwurfs zum Energiewirtschaftsgesetz. Der jetzige Entwurf werde nicht zu deutlich sinkenden Preisen führen. Müller kritisierte zudem Verbraucherschutzministerin Renate Künast wegen ihrer Zurückhaltung bei dem Thema.

Dagegen übte EO.N-Chef Bernotat in der "Welt" scharfe Kritik an den Verbraucherschützern: "Ich finde die Art und Weise, wie manche Verbraucherschützer auftreten, unerträglich", sagte er und fügte an: "Sie polemisieren seit Wochen mit falschen Zahlen und unzulässigen Verallgemeinerungen." Wenn jetzt sogar dazu aufgerufen werde, die Energierechnungen nicht zu bezahlen sei das eine klare Aufforderung zum Rechtsbruch, warnte Bernotat.

Quelle: n-tv.de