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Räume in Köln durchsucht Verdacht auf Kindermord

Nach einem anonymen Hinweis sucht die Polizei in Köln intensiv nach zwei Kindern, die sexuell missbraucht und getötet worden sein sollen. Die Beamten durchsuchten ein Hotel und Privatwohnungen, außerdem durchkämmten sie ein Brachgelände mit Spürhunden, auf dem möglicherweise Leichen oder Leichenteile vergraben sein könnten.

"Es soll sich um zwei Kinder handeln, möglicherweise Mädchen", sagte Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt. Bislang gebe es aber noch keine Anhaltspunkte, "wer das sein könnte und woher die Kinder kommen könnten".

Festnahmen gab es bislang keine. Bei den Durchsuchungen sei Beweismittel sichergestellt worden, deren Auswertung nach Angaben Appenrodts noch Zeit braucht. Ein Polizeisprecher sagte zu der Entwicklung: "Uns wurde im Dezember 2003 ein konkreter Sachverhalt geschildert. Wir wissen allerdings nicht, ob sich dieser Sachverhalt auch so abgespielt hat." Die Behörden müssten aber Hinweisen auf eine Straftat nachgehen. Medienberichte, wonach möglicherweise ein Kinderschänderring bei den nun laufenden Ermittlungen eine Rolle spielt, bestätigte der Sprecher nicht.

Derzeit ist das weitläufige und unwegsame Areal im Kölner Stadtteil Porz abgesperrt. "Wir sind dabei zu prüfen, was man an technischem Gerät oder Hunden für die Durchsuchung des Geländes einsetzen kann", sagte der Sprecher. Vielleicht müssten auch Leichenspürhunde aus anderen Bundesländern angefordert werden. Eine groß angelegte Suchaktion werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Quelle: ntv.de