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Bohlens illegale Flinte Verfahren wird eingestellt

Das Verfahren gegen Dieter Bohlen wegen illegalen Waffenbesitzes wird eingestellt. Das berichtet die "Hamburger Morgenpost". Bohlens illegale Flinte war entdeckt worden, nachdem der 48-Jährige auf Polizisten geschossen hatte.

Und das kam so: Ende August vergangenen Jahres war die Polizei verständigt worden, dass Bohlens Sohn hilflos in der Villa des Stars südlich von Hamburg liege (dies stellte sich später als Fehlalarm heraus). Zwei Beamte fuhren hin, doch auf ihr Klingeln öffnete niemand.

Daraufhin verschafften sie sich durch ein Fenster Zutritt ins Haus. Doch Bohlen war da; er hielt die Polizisten für Einbrecher und schoss ungezielt mit einer Schrotflinte auf sie. Gemeinsam mit seiner Freundin Estefania floh er danach über den Balkon nackt in den angrenzenden Wald.

Für die Schrotflinte hatte Bohlen weder Waffenschein noch Waffenbesitzkarte. "Eine Einstellung gegen Geldauflage ist möglich", sagte Eckhard Bobeth, Sprecher der Staatsanwaltschaft, der "Morgenpost ". Die Höhe der Geldbuße richte sich nach dem Einkommen. Im Fall des Top-Verdieners Bohlen werde das Einkommen geschätzt. Die Summe werde innerhalb der nächsten 14 Tage festgesetzt, sagte Bobeth. Wenn Bohlen die Geldbuße nicht zahlen will, kommt es vermutlich zum Prozess.

Der Fehlalarm war, wie sich wenige Tage später herausstellte, von einer Schülerin verursacht worden. Die 18-Jährige erklärte nach Angaben der "Bild"-Zeitung, sie sei offenbar einem fingierten Hilferuf eines Unbekannten im Internet aufgesessen, der sich als Bohlens Marc ausgegeben habe. Der falsche Marc habe im Netz mitgeteilt, er liege todkrank in der Villa des Vaters.

Quelle: n-tv.de

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