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Schneefall ade Verkehrslage entspannt sich

Glätte im Süden, Nässe im Norden - Schneetreiben und Eisregen haben in der Nacht zum Dienstag in Baden-Württemberg und in Teilen Bayerns ein Verkehrschaos verursacht. Drei Menschen kamen ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Der Sachschaden ging in die Millionen. Im Laufe des Tages entspannte sich die Lage aber wieder.

In Norddeutschland war nach Behördenangaben die Hochwassergefahr weitgehend gebannt. Die Pegelstände der Elbe sanken überall in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Wasserstände an Aller und Leine in Niedersachsen stiegen wegen Regens und Schneeschmelze, dennoch bestehe kein Grund zur Sorge, teilte der Hochwasserdienst Hannover mit. Auch die Lage an der Weser hat sich beruhigt.

Während die Pegelstände zurück gingen, wurde in Sachsen-Anhalt das hohe Grundwasser zum Problem für viele Hausbesitzer, weil es in die Keller drang. Besonders betroffen sei das Gebiet entlang der Elbe, hieß es. Das Tauwetter ließ den Eispanzer auf den Boddengewässern der Ostsee nur langsam schmelzen. Vier Eisbrecher waren am Dienstag vor Stralsund, auf dem Greifswalder Bodden, im nördlichen Peenestrom und im Rostocker Fahrwasser im Einsatz, um die Fahrrinnen freizuhalten.

Vielerorts schmolz die weiße Schneepracht. Im Harz gab es noch Schneereste. Bei nassem und pappigem Schnee war Wintersport nur noch stellenweise möglich, hieß es beim Harzer Verkehrsverband. Dagegen kommen Wintersportler auf der bis zu 30 Zentimeter dicken Schneedecke im Thüringer Wald auf ihre Kosten. 85 Kilometer Skiwanderwege und fünf Kilometer Loipe sind nach Angaben der Kurverwaltungen gespurt.

Reichlich Schnee gab es auch noch im bayerischen Regensburg. Dort blieb ein Rollstuhlfahrer in den Schneemassen hilflos stecken. Nachdem er mit seinem Handy die Polizei gerufen hatte, befreiten ihn die Beamten aus seiner misslichen Lage und schoben ihn bis nach Hause.

Mit dem Schnee ist es in Deutschland also vorerst vorbei, und auch der Regen wird weniger. Am Donnerstag hält sich im Süden Hochdruckwetter. An den Küsten drohen laut Deutschem Wetterdienst schwere Sturmböen.

Während in Deutschland die große Kälte weicht, haben in Kroatien Temperaturen bis minus 30 Grad vier Menschenleben gefordert. In Bulgarien war der Autoverkehr von Schneefällen und Verwehungen der vergangenen Tage stark behindert. Im Nordosten des Landes waren Landstraßen nur mit Schneeketten befahrbar.

Quelle: ntv.de