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Soros interessiert Verlockende Bertelsmann-Sparte

Der US-Investor George Soros interessiert sich offenbar für die zum Verkauf stehende Fachverlagssparte von Bertelsmann. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf die mit dem Verkauf vertrauten Kreise.

Insgesamt habe Bertelsmann die Zahl der Bieter von 14 auf sechs verringert. Neben Soros Gesellschaft Private Equity sollen sich auch die US-Gesellschaft Blackstone mit CVC Capital Partners, ein Konsortium aus Candover und Cinven sowie Apax und BC Partners zu den Bietern gehören.

Der Verkaufsprozess befinde sich jedoch in einem sehr frühen Stadium, heißt es. Im April werde eine weitere Auswahl der Bieter erwartet. Ursprünglich wollte Bertelsmann-Finanzchef Siegfried Luther den Verkauf bereits im ersten Quartal abschließen.

Ungeliebter Börsengang

Unterdessen scheint Bertelsmann wieder weiter von einem Börsengang des Medienkonzerns im Jahr 2005 abzurücken. Großaktionär Albert Frre sei "gerne Anteilseigner" bei Bertelsmann, erklärte Bertelsmann-Chef Gunter Thielen gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Frre habe ihm gesagt, wenn das Geschäft nicht gut laufe, erhalte er nichts für sein 25-prozentiges Bertelsmann-Paket. Und wenn das Geschäft gut läuft, warum sollte ich dann verkaufen?", zitiert die Zeitung Thielens Wiedergabe der Äußerung Frres.

Dennoch bereite Bertelsmann weiter den Börsengang 2005 vor, betonte Thielen. Eine endgültige Entscheidung werde zu einem späteren Zeitpunkt gefällt. Bertelsmann hatte Frres Firma GBL im Tausch eigener Anteile gegen die Mehrheit an der Sendergruppe RTL die Option eingeräumt, ihr Aktienpaket von 25,1 Prozent ab 2005 an die Börse zu bringen. Bertelsmann hält aber ein Vorkaufsrecht an dem Aktienpaket.

Quelle: n-tv.de