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Amoklauf in Arizona Vier Tote an Pflegeschule

Ein bewaffneter Mann hat an der Universität von Arizona in Tucson drei Menschen erschossen und sich dann offenbar selbst getötet. Bei dem Amokläufer soll es sich um einen Studenten der Krankenpflegeschule der Universität handeln. Offenbar handelte er aus Rache; er sei zuvor von mehreren Prüfungen ausgeschlossen worden, hieß es.

Einzelheiten zu den Opfern wollte die Polizei nicht mitteilen. Eine Sprecherin der medizinischen Fakultät sagte jedoch, zwei Professorinnen seien erschossen worden. Über das dritte Opfer liegen keine Informationen vor.

Sprengstoffexperten untersuchten die Leiche des Täters, nachdem ein verdächtiges Paket gefunden worden war. Suchhunde hatten am Wagen des Schützen auf einem nahe gelegenen Parkplatz angeschlagen. Der Verdächtige hatte offenbar zuvor gedroht, das Gebäude in Tucson in die Luft zu sprengen. Polizeichef Richard Mirada erklärte, derzeit sei jedoch nicht klar, wann der Mann diese Drohung ausgesprochen habe.

Der Schüler habe plötzlich die Beherrschung verloren, nachdem er von mehreren Prüfungen ausgeschlossen worden sei, sagten Augenzeugen dem Fernsehsender KOLD. Der 41-jährige Mann habe seine Klassenkameraden zunächst aufgefordert, sich ruhig zu verhalten. Dann wandte er sich an seine Opfer: "Schließt Frieden mit Gott", soll er zu ihnen gesagt haben. Dann erschoss er den Angaben zufolge die erste Prüferin.

Anschließend schickte er die schreienden Studenten aus dem Klassenraum und tötete die zweite Lehrerin und sich selbst. In einem anderen Gebäude wurde bei der Evakuierung eine vierte Leiche entdeckt. Der Täter habe am Krankenhaus von Tucson gearbeitet und sei wegen nicht bestandener Prüfung wütend auf die Lehrer gewesen, sagten Augenzeugen.

Quelle: ntv.de

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