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Verschollen in Algerien Weitere Deutsche vermisst

In der algerischen Sahara verschwinden immer mehr Urlauber. Die Zahl der vermissten deutschen Touristen in Algerien hat sich jetzt auf insgesamt 16 erhöht. Auch eine vierköpfige Reisegruppe aus Augsburg gelte als verschollen, teilte die Augsburger Polizei am Mittwoch mit.

Die zwei Männer und zwei Frauen aus Augsburg seien am 22. Februar zu einer mehrwöchigen Tour nach Algerien aufgebrochen. Am 8. März seien sie zum letzten Mal lebend in Mittelalgerien gesehen worden, hieß es nach Polizeiangaben. Seither fehle von ihnen jede Spur.

Damit sind innerhalb von rund sechs Wochen insgesamt 21 europäische Touristen spurlos in der Sahara verschwunden. Von den 16 verschollenen Deutschen stammen allein elf aus Bayern.

Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Jürgen Chrobog, empfing am Mittwoch den algerischen Botschafter Mourad Bencheikh im Ministerium zu einem Gespräch über die mysteriöse Häufung der Vermissten-Fälle in der Sahara. Chrobog habe seine große Besorgnis über das Schicksal der verschollenen Touristen ausgedrückt, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Der Botschafter habe die volle Kooperation Algeriens bei der Suche zugesichert. Nach Schätzungen beantragen jährlich etwa 8.000 Deutsche Visa für Algerien.

Das Auswärtige Amt rät seit Dienstag von Reisen in die betroffenen algerischen Regionen ab und empfiehlt, auf jeden Fall bis auf weiteres die so genannte Gräberpiste zu meiden. Damit hat das Außenministerium seine Sicherheitshinweise für Algerien erheblich verschärft. Völlig unklar ist, ob die Touristen, die mit Motorrädern, Kleinbussen oder Geländewagen unterwegs waren, entführt wurden oder einem Gewaltverbrechen zum Opfer fielen.

Eine beispiellose Suchaktion nach den Vermissten aus der Luft und am Boden blieb bislang ergebnislos. Auch eine bereits Anfang vergangener Woche entsandte Kamelkarawane zur Suche in den zerklüfteten Schluchten der Region fand bisher keine Spur der Reisenden. Die Botschaft in Algier und das Bundeskriminalamt sind eingeschaltet.

Quelle: n-tv.de