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Wirtschaftsausblicke von IWF und EU Weltweiter Aufschwung für 2002 erwartet

Die weltweiten Konjunktureinbrüche im Sog der schwachen US-Wirtschaft könnten nach Ansicht des internationalen Währungsfonds IWF und der Europäischen Kommission bald vorüber sein. Die Stabilisierung solle dabei gerade von den USA ausgehen, erwarten die Gremien in ihren am Mittwoch bekannt gewordenen neuen Wirtschaftsausblicken.

Wie im Vorfeld der Frühjahrstagung des IWF am kommenden Wochenende in Washington bekannt wurde, geht der Fonds von einem Wirtschaftswachstum in den USA im Jahr 2002 von 2,5 aus. Für das laufende Jahr waren 1,5 Prozent prognostiziert worden, nach fünf Prozent in 2000. Die EU-Kommission hält sogar drei Prozent für möglich und erwartet für diese Jahr einen Zuwachs von 1,6 Prozent.

In dem am Donnerstag veröffentlichten weltweiten Konjunkturbericht prognostiziert der IWF ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent nach 4,8 Prozent im Vorjahr. Im Jahr 2002 solle dann wieder ein Wachstum von 3,9 Prozent erreicht werden. Die Wirtschaft in der Euro-Zone werde in diesem Jahr mit 2,4 Prozent und im kommenden Jahr mit 2,8 Prozent wachsen.

Mit Blick auf Deutschland korrigierten die beiden gewichtigen Organisationen ihre Prognosen für das laufende Jahr nach unten. Nach einem Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent im Jahr 2000 erwarten der IWF 1,9 Prozent, die EU-Kommission 2,2 Prozent in diesem Jahr. Beide prognostizieren für 2002 einen Anstieg auf 2,6 Prozent.

Im Zusammenhang mit der Problematik einer Festigung der globalen Wirtschaftsentwicklung macht insbesondere der Währungsfonds weitere Zinssenkungen zur strategischen Frage. Angesichts geringer Inflationsrisiken rät er der Notenbank der USA bei schwacher Konjunktur zu weiteren Lockerung der Geldpolitik. Für den Euroraum wird dagegen eine moderate Zinssenkung direkt verlangt, da die Auslandsnachfrage zurückgehe.

Quelle: n-tv.de