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Poker um Railtrack WestLB fährt auf Eisenbahn ab

Die WestLB aus Düsseldorf will nach Informationen der Financial Times (London) das stark angeschlagene britische Eisenbahnunternehmen Railtrack übernehmen. Dem Bericht zufolge könnte der Preis bei 240 Pence je Aktie liegen, d.h. nur leicht unter dem letzten Börsenkurs, der bei 280 Pence notierte. Einen entsprechenden Vorschlag habe die Bank den Verwaltern von Railtrack, Ernst & Young, unterbreitet.

Railtrack steckt in einer schweren Krise, weil die britische Regierung die Aktiengesellschaft nicht mehr länger unterstützen will. Die WestLB kommentierte den Bericht nicht. Am Freitag der vergangenen Woche hatte ein Sprecher der Bank allerdings bestätigt, dass die Bank in dieser Sache an die britische Regierung herangetreten sei. Einzelheiten waren nicht genannt worden.

Vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass das hoch verschuldete Unternehmen wieder unter staatliche Verwaltung gestellt werden soll. Einen entsprechenden Antrag hatte Railtrack bei einem Londoner Gericht eingereicht.

Railtrack verwaltet das gesamte Schienennetz von 37000 Kilometern Länge, 2500 Bahnhöfe und außerdem Brücken und Signalanlagen. Das Unternehmen wird für eine Serie von Zugunglücken verantwortlich gemacht. Die Regierung wirft ihm vor, des Profits wegen die Sicherheit vernachlässigt zu haben.

Quelle: n-tv.de