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Zuschauer zahlen ZDF rechnet mit Defizit

Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender ZDF rechnet einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge mit einem Defizit von rund 200 Mio. Euro bis 2004. Zu dem in der Vier-Jahres-Planung bereits kalkulierten Fehlbetrag von 100 Mio. Euro käme wegen der "drastisch zurückgegangenen" Werbeerlöse noch einmal der gleiche Betrag hinzu.

In einem "Bericht über die wirtschaftliche Lage" des Senders an die Regierungen der Bundesländer deutete ZDF-Intendant Markus Schächter die Notwendigkeit einer weiteren Gebührenerhöhung an, so die "SZ".

"Wir können den Rückgang der Werbeerlöse mit unserer Begrenzung auf 20 Minuten Werbung pro Tag nicht kurzfristig auffangen", zitiert die Zeitung den Intendanten. Das ZDF wolle mit einer Senkung der Programmkosten jährlich etwa 50 Mio. Euro einsparen. Der harte Sparkurs zu Lasten des Programms sei aber auf Dauer nicht durchzuhalten.

Die Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten sind bis Ende 2004 festgeschrieben. Auch die ARD ist auf eine erneute Erhöhung der Gebühren angewiesen, weil die Sender mit einer Forderung auf eine Ausweitung der Werbezeiten bei den Wettbewerbshütern der Europäischen Union wenig Aussichten auf Erfolg haben.

Quelle: n-tv.de