Archiv

Menschliches Versagen Zugunglück in Thüringen

Bei einem schweren Zugunglück auf einer eingleisigen Strecke in der Nähe von Weimar ist am Sonntag eine Frau ums Leben gekommen. 29 weitere Menschen wurden verletzt, 15 von ihnen schwer. Das sagte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in Thüringen, Gerold Brehm.

Die Unfallursache sei vermutlich menschliches Versagen: "Es ist zum jetzigen Zeitpunkt ein technisches Versagen nahezu ausgeschlossen", erklärte eine Sprecherin von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD). Zwei Regionalbahnen mit 50 Insassen waren auf der Strecke zwischen Bad Berka und Weimar unter einer Autobahnbrücke der A 4 (Eisenach-Dresden) nahe des Bahnhofes in Holzdorf frontal zusammengeprallt.

Das Unglück ereignete sich gegen 13.00 Uhr in einer Kurve. Normalerweise begegnen sich die Züge im Bahnhof von Holzdorf. Dort steht noch ein Ausweichgleis zur Verfügung. Die beiden Triebwagen sollen mit einer Geschwindigkeit von jeweils etwa 50 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sein.

Die Verletzten, von denen am Abend mindestens noch fünf in kritischem Zustand waren, wurden in die umliegenden Kliniken nach Weimar, Bad Berka und Jena gebracht. Vier Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Über die Ursache konnte am Sonntagnachmittag nur spekuliert werden. So war beispielsweise unklar, ob einer der Lokführer in Holzdorf unbefugt losgefahren war.

Quelle: ntv.de