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Kinder entgehen Katastrophe Zugunglück in Westfalen

Ein mit 55 Kindern besetzter Personenzug ist am Donnerstagmorgen an einem Bahnübergang im westfälischen Halle (Kreis Gütersloh) mit einem Schwertransporter zusammengestoßen. Der Lokführer des "Haller Willem" sei bei dem Unfall um 7.20 Uhr schwer verletzt und im Führerhaus eingeklemmt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann sei erst am späten Vormittag nach einer mehrstündigen Bergungsaktion aus dem Führerhaus befreit und ins Krankenhaus nach Halle gebracht worden.

Vier Schulkinder hätten leichte Verletzungen wie Prellungen und Schürfwunden erlitten, sagte der Sprecher. Die anderen Kinder und der Lkw-Fahrer seien zwar körperlich unverletzt geblieben, hätten aber teilweise Schocks erlitten.

Der 41-Jährige Fahrer des Schwertransporters mit Doppelauflieger war aus noch ungeklärter Ursache auf dem unbeschrankten Bahnübergang stehen geblieben. Er blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock. Zwei der jeweils 35 Tonnen schweren Betonträger stürzten den Angaben zufolge bei dem Zusammenstoß auf die Lok des Personenzugs und klemmten den Lokführer ein.

Auf Grund seiner Länge und des Gewichts der Ladung habe der Transporter sehr lange gebraucht, um den Bahnübergang in der Nähe des Gerry-Weber-Stadions zu überqueren, sagte der Polizeisprecher. Der Lokführer hat nach Berichten von Zeugen mehrere Hupsignale ertönen lassen, aber offenbar nicht mehr rechtzeitig bremsen können. Die genaue Ursache für das Unglück ist aber noch unklar.

Quelle: n-tv.de