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Alle wollen so einen Po ... wie J.Lo

Die Welt ist nicht mehr normal, das wissen alle - aber dass man nach dem ganzen Fettabsaugen jetzt zum Gegenteil übergeht, ist auch irgendwie merkwürdig. Neuerdings wollen alle so ein gewaltiges Hinterteil haben wie Jennifer Lopez. Und dafür muss man heutzutage nicht einfach unmenschlich viel Schokolade oder Pommes essen (das dauert ja viel zu lange), sondern man geht zum Schönheitschirurgen und lässt sich den Popo einfach aufpolstern.

Hinterbacken für alle!

In den USA zeichnet sich ein neuer Trend in der Schönheitschirurgie ab. Immer mehr Frauen lassen sich ihr Gesäß vergrößern, um wie die Sängerin und Schauspielerin auszusehen. Sie meinen, damit die Blicke der Männerwelt auf sich zu ziehen. Neben Schlauchbootlippen, Stupsnäschen und Barbie-Brüsten bieten die meisten Schönheitschirurgen inzwischen auch einen Po la J.Lo.

Neue Richtlinien

Wie AFP berichtet, nimmt der amerikanische Schönheitschirurg Adrien Aiche, Präsident der Amerikanischen Gesellschaft für ästhetische und plastische Chirurgie, 7.000 bis 9.000 Dollar pro Eingriff. Im vergangenen Jahr nahm er ein Dutzend Operationen am Hinterteil vor. Insgesamt ließen sich laut Aiche im vergangenen Jahr in den USA 614 Menschen den Po vergrößern. Der Wunsch nach einem größeren Hintern werde derzeit durch die Medien angeheizt, denn dort werde das Hinterteil der Latino-Schönheit Lopez als Richtlinie für den begehrenswerten Po dargestellt.

"Man, was für ein A ...."

Der Hintern der Lopez hat schon viele Menschen zu Begeisterungstürmen hingerissen, so auch Stefan Raab auf der "Wetten, dass ..."- Couch (ungefähr zitiert): "Was habe ich mit Jennifer Lopez gemeinsam? Wenn die Leute einen von uns sehen, dann sagen sie immer 'Mann, was für ein Arsch' ..." Ja, so ist das, so heizen die Medien dem Volk ein!

Infos unter www.popo.de

In medizinischen Fachkreisen sind diese Eingriffe kein großes Thema mehr, aber wegen der erhöhten Nachfrage informieren Chirurgen neuerdings auf ihren Websites über das Thema. Der Schönheitschirurg Leroy Young glaubt, dass der Trend gerade erst beginnt. Das Problem sei derzeit noch die fehlende Ausbildung. Aber das werde sich mit zunehmender Nachfrage sicher ändern.

Und so gehts

Wie bei der gewöhnlichen Brust-OP werden Implantate eingesetzt. Damit die Narben anschließend gut versteckt sind, wird der Einschnitt in der Gesäßfalte gemacht. Das feste Silikon wird dann zwischen die Hauptgesäßmuskeln und die darüberliegenden Gewebeschichten gelegt. Nach der Operation wird erst einmal ein Kompressionsgürtel umgelegt. Rund einen Monat dauert es dann, bis die vier Buchstaben wieder normal belastbar sind.

Quelle: ntv.de