Auto
Zu wenig Käufer fanden sich für den 88.500 Euro teuren Sportwagen.
Zu wenig Käufer fanden sich für den 88.500 Euro teuren Sportwagen.
Mittwoch, 04. Juli 2012

Sportwagenbauer vor dem Aus: Artega beantragt Insolvenz

Hier kommt der Autor hin

Im Jahr 2006 war Artega Automobil mit dem GT angetreten, die etablierte Konkurrenz das Fürchten zu lehren. 300 PS stark, von Fisker gezeichnet sollte der Bolide den Automarkt aufrollen. Jetzt musste die GmbH Insolvenz anmelden.

Der Artega GT sollte eigentlich ein Porsche-Schreck werde. Erschreckt wurden zuletzt aber eher Investoren. Nachdem die Verhandlungen mit einem asiatischen Finanzier gescheitert sind hat Artega beim Amtsgericht Paderborn einen Insolvenzantrag gestellt.

Wie die Automobilwoche berichtet, soll der Betrieb aber weiterlaufen. Derzeit produzieren 34 Mitarbeiter am Standort im ostwestfälischen Delbrück den 300 PS starken Zweisitzer, der als Leichtbausportwagen für 88.500 Euro eine Alternative zur etablierten deutschen Konkurrenz aus Schwaben und Bayern sein sollte.

Frers will Artega zurück

Der Automobilwoche zufolge denkt Unternehmensgründer Klaus Dieter Frers darüber nach, Artega wieder unter seine Kontrolle zu bekommen. Im Jahr 2009 musste Frers den Traum vom eigenen Sportwagen zu Gunsten der Rettung seines Zulieferbetriebs Paragon begraben. Artega wurde an den mexikanischen Investor Tresalia Capital verkauft.

Frers gründete 2006 die Artega Automobil GmbH & Co. KG, um den neuen deutschen Sportwagen Artega GT zu entwickeln und zu produzieren. Das Design der Karosserie entwarf der dänische Designer Henrik Fisker, der unter anderem den BMW Z8 sowie den Aston Martin Vantage gezeichnet hat. Es entstand ein zweitüriges Coupe mit einer Aluminium-Tragstruktur, einer kohlefaserverstärkten Außenhaut und einem V6 Motor.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de