Auto

Motoren-DownsizingDer Dreizylinder wird salonfähig

30.07.2010, 14:06 Uhr

Der Dreizylinder-Benzinmotor ist alles andere als eine neue Erfindung. Doch die Autobauer greifen immer öfter auf diese Motoren-Art zurück - um zu sparen.

Schon in den 80er-Jahren hatten japanische Kleinwagen wie der Suzuki Alto oder der Daihatsu Cuore den Dreizylinder-Antrieb unter der Haube. Bei deutschen Herstellern galt er hingegen lange Zeit als zu unkomfortabel. Für kleinere Fahrzeuge, wie zum Beispiel den VW Polo, wird dieser Motor mittlerweile gerne eingesetzt. Denn im Kampf um jedes Gramm CO2 wiegen seine Vorteile schwer bzw. leicht: Weniger bewegliche Teile bedeuten weniger Verbrauch, weniger Gewicht - und im Vergleich zum Vierzylinder lassen sich zudem die Produktionskosten senken.

Neu ist allerdings, dass jetzt auch die nobleren Hersteller den Dreizylinder für Fahrzeuge der mittleren Kategorie als salonfähig beurteilen. So arbeitet BMW derzeit an einer neuen Motorengeneration, die neben Vier- auch Dreizylinder-Aggregate umfassen wird – und zwar als Otto- wie als Dieselmotor. Schon im nächsten Jahr sollen die neuen Antriebe in der zweiten Generation des BMW 1er zum Einsatz kommen.

VW will es noch kleiner

Auch bei Mercedes denkt man über den Einsatz von Dreizylindern nach, diese wären vor allem für die kommenden neuen Generationen der A- und der B-Klasse geeignet. Bei Volkswagen geht man sogar noch einen Schritt weiter. Wolfgang Hatz, Leiter der Motorenentwicklung bei Europas größtem Fahrzeughersteller, bestätigte, dass man bei VW sogar über Zweizylinder für die neue Kleinwagen-Generation Up nachdenke.

Aber selbst damit wären die Wolfsburger kein Vorreiter, Fiat hat seinen Zweizylinder schon fertig. Die Italiener bringen ihr Aggregat mit 0,9 Litern und Leistungen von 48 kW/65 PS bis 77 kW/105 PS ab sofort an den Start. Und sind damit der deutschen Konkurrenz bis auf weiteres einen Schritt voraus.

Quelle: s-px