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Comeback der Sport-Ikone Erste Bilder des Renault Alpine

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Seit Jahren wird gemunkelt, dass die legendäre Alpine zurückkehrt. Erste Bilder im Internet belegen die Reanimation.

(Foto: Renault)

Die Sportwagenmarke Alpine steht vor der Reanimation: Das ist kein wirkliches Geheimnis. Unklar war bis dato, wie die A110-50 aussehen wird und eigentlich wollte Renault das Geheimnis erst zum Formel-1-Rennen in Monaco lüften. Doch jetzt sind im Internet erste Bilder aufgetaucht. Rein zufällig, versteht sich.

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Der Alpine wiegt lediglich 880 Kilogramm.

(Foto: Renault)

Mit Autos ist es ein wenig wie mit dem iPhone. Mal findet man das neuste Modell in einer Kneipe, anderntags werden Einzelteile in der U-Bahn liegengelassen. Auch mit Renaults Reanimation des legendären Alpine ist es so. Eigentlich wollten die Franzosen das Geheimnis um ihren neuen Supersportler noch gar nicht lüften, aber plötzlich tauchen Bilder im Internet auf. Auf diversen Seiten finden sich Aufnahmen, die den zahlreichen Freunden des französischen Sportwagens die Freudentränen in die Augen treiben dürften.

Nach Jahren der Ruhe will Renault der Alpine A110-50 zu neuem Leben erwecken und für ein furioses Comeback sorgen. Im Rahmen des Formel 1 Grand Prix in Monaco soll das Concept-Car vorgestellt werden. Das Sportcoupé orientiert sich optisch eng an der Studie Renault DeZir und verspricht, auch technisch ein echter Renner zu werden.

Hecktriebler mit ordentlich Power

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Im Jahr 1955 wurde die Legende der Alpine begründet.

(Foto: Renault)

Der Renault Alpine A110-50 wird vom gleichen 3,5-Liter-V6-Mittelmotor angetrieben wie das Cupmodell Mégane Trophy. Das Aggregat mit Vierventiltechnik und vier oben liegenden Nockenwellen mobilisiert 400 PS. Dies entspricht einer spezifischen Leistung von 114 PS pro Liter Hubraum. Der Saugmotor basiert auf einem Serientriebwerk das ein Gemeinschaftswerk von Renault und Nissan ist. Frischluft bezieht das Aggregat über eine Ansaugöffnung, die in das Dach integriert ist.

Der Renault Alpine A110-50 basiert auf dem Mégane Trophy mit Rohrrahmen-Chassis und Mittelmotor-Layout. Mit einem Leer­gewicht von lediglich 880 Kilogramm erweist sich das Concept Car als würdiger Nachfolger der leichten A 110. Die Gewichtsverteilung von 47,8 Prozent auf der Vorderachse und 52,2 Prozent auf der Hinterachse gewährleistet höchste Fahrstabilität.

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Von den Studien DeZir, CAPTUR, R-Space und Frendzy über­nimmt der Renault A110-50 das neue Renault Markengesicht.

(Foto: Renault)

Wann Renault den neuen Alpine auf den Markt bringt, ist noch unklar. Beim Karosseriekleid hat sich Chefdesigner Laurens van der Acker am Ur-Alpine A110 orientiert, letztlich aber doch ein eigenständiges Fahrzeug geschaffen. An das historische Vorbild erinnern unter anderem die runden Zusatzscheinwerfer in der Front mit gelben LED-Leuchten und das stark gewölbte Heckfenster, das beim Renault A110-50 den Blick auf den Motor freigibt.

Auch der markante Grat in der Mitte der Fronthaube ist der Berlinette "Tour de France" nachempfunden, wie die A 110 bei ihrem Marktdebüt 1962 getauft wurde. Dies gilt ebenfalls für die seitlichen Lufteinlässe. Sie sind eine Reminiszenz an die dekorativen Sicken in den Seitenpartien des Originals. Im Concept Car dient die rechte Öffnung der Kühlung des Getriebes und die linke der Kühlung des Motorraums.

Eine Verbeugung vor der flachen "Flunder" aus der Sportwagen­schmiede von Jean Rédélé (1922-2007) stellt schließlich auch das Blau der Karosserielackierung dar. Der Farbton wurde eigens für die Renault Studie komponiert und ähnelt dem klassischen Alpine Blau der A 110. Die von kraftvollen Rundungen geprägte Karosserie ist komplett aus Kohlefaser gefertigt. Wie bei hochkarätigen Supersportwagen ist die Fronthaube vorne angeschlagen, während die Motorhaube nach hinten öffnet.

Wenn Renault mit dem Alpine kommt, wird die A110-50 in den Kreis illustrer Sportwagen wie Porsche 911 oder Audi R8 vorstoßen. Bereits ab 1955 überzeugten die Franzosen durch leichte, besonders dynamische, zweisitzige Sportcoupés mit Mittel- oder Heckmotor. Legendär ist die A110, der zwischen 1961 und 1977 gebaut wurde und 1973 die Rallye-Weltmeisterschaft gewann. Ab 1971 folgte die Alpine A310, die bis 1985 hergestellt wurde. 1994 lief das letzte eigenständige Modell vom Band. Von einer neuen Alpine verspricht man sich in Paris zu Recht einen gehörigen Image-Schub.

Quelle: ntv.de, hpr