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Projekt Y läuft Focus bringt Elektro-Rennrad

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Projekt Y steht beim Bike-Hersteller Focus für eine Plattform, die sich mit der elektrifizierten Zukunft von Fahrrädern beschäftigt.

Zuerst wurden Tourenräder zu E-Bikes, dann Mountainbikes elektrifiziert. Jetzt testet ein Hersteller das Potenzial der Stromunterstützung bei Rennrädern. Dies scheint zu funktionieren und auch auf Gegenliebe bei den Kunden zu stoßen.

Nach Stadt- oder Reiseräder und Mountainbikes stehen jetzt Rennräder vor der Elektrifizierung. Die Firma Focus hat gleich drei Prototypen für unterschiedliche Einsatzgebiete auf die Räder gestellt. Der E-Motor soll dabei am Berg, beim Antritt und bei der Fahrt im Gelände mit bis zu 400 Watt unterstützen.

Projekt Y

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Von der Sache wirkt das Projekt Y auf den ersten Blick wie ein ganz normales Rennrad.

Projekt Y steht beim Bike-Hersteller Focus für eine Plattform, die sich mit der elektrifizierten Zukunft von Fahrrädern beschäftigt. Hier entstehen Prototypen, um mögliche Fehler oder Probleme bei Testfahrten zu erkennen. Die Entwickler haben drei Varianten mit unterschiedlicher Ausstattung aufgebaut, um zu zeigen, welche Möglichkeiten sich bieten.

Allen gemein sind ein Voll-Carbon-Rahmen mit integriertem Antriebssystem, eine Carbon-Gabel, Scheibenbremsen sowie ein E-Motor von Fazua der im Durchschnitt 250 Watt und in der Spitze bis zu 400 Watt Leistung bringt. Das Gewicht soll unter zwölf Kilogramm liegen, die Fahreigenschaften denen eines herkömmlichen Rennrads entsprechen. Einen Tretwiderstand gibt es den Angaben zufolge nicht. Der E-Motor unterstützt immer nur dann, wenn zusätzliche Leistung benötigt wird, um beispielsweise auch am Berg maximale Performance zu haben.

Für alle Wege

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Der Akku wurde beim Pojekt Y mittig verbaut.

Als reine Straßenversion ist der E-Renner unter anderem mit einer Shimano Dura Ace Di2-Schaltung, 22 Gängen (Kettenblätter 52/36) und Carbon-Laufrädern ausgerüstet. Wer mit dem Rad auch mal abseits asphaltierter Wege unterwegs sein will, der könnte auf die etwas robustere Variante mit Gepäcktaschen, der Shimano-Schaltung Dura Ace XTR Di2 (Kettenblätter 50/34) und widerstandsfähiger Bereifung ausweichen. Komplettiert wird das Trio der Prototypen mit einem Rad, das eindeutig aufs Gelände ausgerichtet ist. Die Schaltung ist zwar mit der der robusten Variante identisch, doch gibt es lediglich elf Gänge und ein Kettenblatt mit 42 Zähnen vorn. Auf den Carbon-Laufrädern sind Cyclocross-Reifen aufgezogen.

Derzeit will Focus vor allem zeigen, was machbar ist. Auf der Website des Herstellers sind Fahrradbegeisterte eingeladen, die Idee zu kommentieren, darüber zu diskutieren oder Vorschläge für weitere Innovationen zu machen. Dass aus der Idee ein Serienprodukt werden kann, zeigt das ebenfalls unter dem Namen Projekt Y angelaufene Carbon Hardtail, das mit einem starken E-Antrieb, großer Reichweite und lediglich 13 Kilogramm Gewicht überzeugen kann.

Die wie beim oben beschriebenen Rennrad von Fazua entwickelte Einheit aus Akku (250 Wattstunden) und Motor mit einem Gesamtgewicht von etwas mehr als drei Kilogramm ist im Unterrohr integriert. Die Kraft der E-Maschine wird über ein Getriebe aufs Kettenblatt übertragen. In der Spitze soll die Leistung ebenfalls 400 Watt, im Durchschnitt etwa 250 Watt betragen. Das Interesse an dem Projekt war so groß, dass die Focus-Chefetage die Produktion bereits beschlossen hat.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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