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Gaspedalhebel kann brechen Großer Rückruf bei Aston Martin

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In Deutschland verkaufte Aston Martin im vergangenen Jahr 359 Fahrzeuge.

Rückrufaktionen gehen bei großen Autoherstellern oft in die Millionen. Bei kleinen Firmen schlägt das rechnerisch noch stärker ins Kontor. Die britische Marke Aston Martin ist jetzt gezwungen über 17.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zu holen. Weit mehr, als in einem Jahr produziert werden.

Der britische Sportwagenhersteller Aston Martin bearbeitet derzeit einen für seine Verhältnisse umfangreichen Rückruf: Exakt 17.590 Fahrzeuge verschiedener Baujahre müssen in die Werkstatt, das entspricht dem Produktionsvolumen einiger Jahre. Bei den betroffenen Modellen kann möglicherweise der Gaspedalhebel brechen. 7271 Autos berührt der Rückruf in Europa, rund 2800 sind es in Deutschland. Zum Vergleich: Aston Martin verkaufte im vergangenen Jahr hierzulande 359 Fahrzeuge.

Bei einem Bruch des Gaspedalhebels kehrt laut Hersteller die Drosselklappe in die Leerlaufstellung zurück, was bedeutet, dass ein Beibehalten der Fahrzeuggeschwindigkeit oder ein Beschleunigen nicht möglich ist. "Ein Kontingent von Gaspedalhebeln" sei unter Verwendung der falschen Spezifikation für die Werkstoffzusammensetzung hergestellt worden, heißt es vom Traditionshersteller.

Modelle aus sechs Jahren betroffen

Das allerdings über sechs Jahre: Betroffen sind alle Sportscar-Modelle aus dem Produktionszeitraum vom 11. November 2007 bis 31. Dezember 2013, mit Ausnahme des neuen Vanquish Coupé und Vanquish Volante.

In der Werkstatt wird die Gaspedal-Baugruppe ausgetauscht, bei Fahrzeugen mit Linkslenkung wird zusätzlich der Bereich des Fußraum-Scheuerblechs überprüft und bei Bedarf nachgearbeitet. Etwa eine Stunde müssen die Kunden dafür veranschlagen. Die betroffenen Halter werden von Aston Martin angeschrieben.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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