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Motorklang-Tuning und Raserei Härtere Strafen für Biker gefordert

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Vor allem Biker die zu laut und zu schnell unterwegs sind sollen in Zukunft härter bestraft werden.

(Foto: dpa)

Die Motorradsaison ist noch nicht richtig gestartet, da beschäftigt sich der Bundesrat auch schon mit den Bikern. Die Länderkammer will vor allem gegen zu laute und zu schnelle Motorräder und deren Besitzer zu Felde ziehen.

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(Foto: dpa)

Nachdem der Bußgeldkatalog ein Upgrade erfahren hat, will der Bundesrat jetzt auch gegen Motorradfahrer strenger vorgehen. Vor allem zu schnelle und zu laute Biker sollen nach Wunsch der Länderkammer zur Kasse gebeten werden.

Die Bundesregierung soll sich unter anderem bei der EU-Kommission für härtere Strafen beim Motorklang-Tuning von Motorrädern einsetzen. Zudem sollen Sound-Tools verboten werden, mit denen Motorradfahrer die Klangkulisse selbst einstellen können. Bei gravierenden Lärmüberschreitungen soll die Polizei Fahrzeuge künftig sofort sicherstellen dürfen.

Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen

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Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen soll es für Biker in Zukunft häufiger geben.

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Die Länder fordern außerdem, zum Lärmschutz zeitlich beschränkte Verkehrsverbote für Motorräder an Sonn- und Feiertagen. Motorräder mit alternativen Antriebstechniken sollten davon ausgenommen werden. Darüber hinaus spricht sich der vom Land Nordrhein-Westfalen eingebrachte Antrag für eine europaweite Begrenzung der Geräuschemission von Neufahrzeugen einsetzen. Diese soll bei 80 dB(A) liegen und in allen Betriebszuständen gelten. In Deutschland liegt dieser Wert bereits bei 77 dB(A), allerdings nur auf dem Prüfstand, weitere Verschärfungen waren bereits mehrfach avisiert.

Außer gegen zu laute Motoren will der Bundesrat auch gegen Raser vorgehen. Unter anderem soll eine Lösung dafür gefunden werden, dass Verkehrssünder häufig der Strafe entgehen, weil sie aufgrund der Helmpflicht und des fehlenden vorderen Kennzeichens nicht identifizierbar sind. Auch bei der Haftung macht der Bundesrat Änderungen geltend, um die Halter eines Motorrads zumindest für die Kosten der Erstellung eines Bußgeldbescheids belangen zu können, wenn der Fahrer nicht zu ermitteln ist.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x