Auto
Mit dem Leaf brachte Nissan Anfang 2011 das erste Elektroauto in der Kompaktklasse auf den Markt. Foto: Nissan
Mit dem Leaf brachte Nissan Anfang 2011 das erste Elektroauto in der Kompaktklasse auf den Markt. Foto: Nissan
Montag, 04. August 2014

Nissan und Mitsubishi planen: Japaner tüfteln an Billig-Elektroauto

Elektroautos sind technologisch zum Teil erstaunlich ausgereift, aber oft noch sehr teuer. Das wollen Nissan und Mitsubishi nun ändern. Sie planen ein gemeinsames stromgetriebenes Fahrzeug - zu einem überraschend niedrigen Preis.

Die japanischen Autobauer Nissan und Mitsubishi Motors wollen gemeinsam ein Billig-Elektroauto bauen. Preislich könnte das Fahrzeug bei 1,5 Millionen Yen (11.000 Euro) liegen, wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete. Geplant sei, dass das Fahrzeug 2016 oder 2017 auf den Markt komme. Elektroautos sind bislang noch ein Nischenprodukt, weil sie in der Anschaffung teuer und auf eine gute Infrastruktur von Ladestationen angewiesen sind.

Nissan und Mitsubishi Motors bestätigten, über die gemeinsame Entwicklung eines Elektroautos nachzudenken. Ziel sei es, das Modell "so schnell wie möglich" auf den Markt zu bringen, teilte Nissan mit, ohne weitere Angaben zu machen. Ein Mitsubishi-Sprecher betonte, bisher sei die Zusammenarbeit noch nicht fest beschlossen. Die beiden Konzerne arbeiten bereits in anderen Bereichen zusammen.

Deutschland plant passendes Gesetz

Nissan baut schon den für den Stadtverkehr ausgelegten "Leaf" - das nach Unternehmensangaben weltweit meistverkaufte Elektroauto. Seit dem Verkaufsstart im Jahr 2010 wurden von dem Modell 124.000 Stück verkauft. Mitsubishi Motors hat seit 2009 das Elektroauto i-MiEV im Programm, von dem nach Firmenangaben bisher 32.000 Exemplare unterwegs sind.

Auch in Deutschland werden die Weichen auf Elektromobilität gestellt. Der Entwurf für ein entsprechendes Gesetz wird bereits seit Tagen diskutiert. Das Gesetz solle noch im Sommer das Kabinett passieren und zum 1. Februar 2015 in Kraft treten, teilte das Verkehrsministerium mit und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Den Kommunen wird damit das Recht eingeräumt, spezielle Parkplätze für E-Autos zu reservieren oder ihnen die Nutzung von Busspuren zu erlauben. Staatliche Kaufanreize sind hingegen nicht vorgesehen.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de