Auto

TÜV-Report offenbart Mängel Jeder siebte Bus fällt durch

Meistens macht die Lichtanlage Zicken, oft sorgen aber auch Motorschäden oder Durchrostungen dafür, dass Busse am TÜV scheitern. Gerade ältere Fahrzeuge kommen oft erst im zweiten Anlauf zur begehrten TÜV-Plakette. Dabei sind die Prüfstandards bei Linien- und Reisebussen sehr viel höher als bei Autos.

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Busse müssen viermal im Jahr zum Sicherheitscheck.

(Foto: picture alliance / dpa)

Trotz häufiger Kontrollen fällt jeder siebte Bus in Deutschland bei der Hauptuntersuchung zunächst durch. An rund 14 Prozent der Fahrzeuge werden erhebliche Mängel entdeckt. Das ist das Ergebnis eines Reports zur Sicherheit von Reise- und Linienbussen, den der TÜV jetzt vorgestellt hat. Vor allem ältere Busse geben Anlass zur Sorge. Mehr als die Hälfte der Busse ist dagegen in einwandfreiem Zustand. Für den Bericht wertete der TÜV mehr als 50.000 Hauptuntersuchungen aus den Jahren 2009 und 2010 aus.

Im Vergleich zum Vorjahres-Report stieg der Anteil erheblicher Mängel leicht an - damals war einer von acht Bussen durchgefallen. Vor allem die Lichtanlage ist häufig in schlechtem Zustand: Bei fast jedem fünften Fahrzeug war sie teilweise defekt. "Das ist ein Indiz dafür, dass der vorgeschriebene Sicherheitscheck vor der Abfahrt nicht ernst genommen wird", sagte  TÜV-Chef Klaus Brüggemann.

Auch Schäden am Motor und an den Achsen sowie Rost an tragenden Teilen gehören zu den häufigsten Mängeln - sie fanden sich jeweils an rund fünf Prozent der Busse. Bei vier Prozent aller Fahrzeuge waren die Bremsen nicht einwandfrei. An 30,5 Prozent der Busse wurden nur geringe Mängel gefunden und 55,5 Prozent wurden von den TÜV-Prüfern anstandslos durchgewinkt.

Wenig verwunderlich ist, dass die Zahl der Beanstandungen mit dem Alter steigt: Knapp 27 Prozent der 20 Jahre alten Busse hatten erhebliche Mängel. "Das ist eine hohe Quote, vor allem, wenn man die Prüfdichte beachtet", sagte Brüggemann. Busse müssen jedes Jahr zur Hauptuntersuchung und viermal jährlich zu einer Sicherheitsüberprüfung. Der TÜV forderte die Busunternehmen auf, ältere Fahrzeuge regelmäßig zu warten. Allerdings gehörten Busse weiter zu den sichersten Verkehrsmitteln, betonte Brüggemann. Die Gefahr, mit einem Auto zu verunglücken, sei deutlich höher.

Quelle: ntv.de, dpa

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