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Winterreifenpflicht Keine Ausnahme für Motorräder

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Auch Zweiräder müssen künftig adäquat ausgerüstet sein. Allerdings nur, wenn auch Schnee liegt oder es Eis gibt.

Wenn die Winterreifenpflicht kommt, dann für alle, auch für Zweiräder mit Motor. Ausnahmen gibt es dabei keine.

Motorräder müssen verkehrstüchtig sein, egal bei welchem Wetter. Das gilt auch für die Bereifung und die aktuelle Diskussion über eine Winterreifenpflicht. Deshalb müssen Zweiräder, ganz gleich mit welcher Hubraumklasse, jeder Wetterbedingung angepasst sein.

In der aktuellen Straßenverkehrsordnung (StVO) heißt es, dass bei Kraftfahrzeugen die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse angepasst werden müsse, wozu auch die geeignete Bereifung zählt. Das Wort Winterreifen taucht im Gesetzestext jedoch nicht auf. Ein Entwurf des Bundesverkehrsministeriums für den zukünftigen Wortlaut des §2, Abs. 3a der StVO soll lauten: "Bei Schneeglätte, Schneematsch, Reifglätte oder Glatteis darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, deren Laufflächenprofil, Laufflächenmischung oder Aufbau für die genannten winterlichen Wetterverhältnisse ausgelegt sind (Winterreifen)."

Da unter Kraftfahrzeuge alle Typen fallen, gilt die neue Regel auch für Zweiräder mit Motorantrieb. Allerdings nicht für den Winter generell, sondern nur bei winterlichen Bedingungen. Wer deshalb im Winter bei Sonnenschein und trockener Straße mit Sommerreifen auf Tour geht, braucht keine Strafe zu befürchten.

Quelle: n-tv.de, sp-x

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