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Mit Vorsicht zur Fahrzeugübergabe Leasing kann teuer werden

Auto leasen, Auto fahren, Auto abgeben. Klingt angenehm, ist es aber manchmal nicht. Wenn der Preis für einen Wagen am Markt niedriger ist als gedacht, versuchen manche Händler, den finanziellen Verlust auf den Fahrer abzuwälzen.

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Freude beim Abschluss - Ärger über Nachforderungen?

Die Idee ist verführerisch. Statt ein neues Auto zu kaufen, zahlt man nur die Kosten der Nutzung in Form einer monatlichen Leasinggebühr. Das dicke Ende kann allerdings nach Ablauf des Vertrages kommen. Nämlich dann, wenn das Leasingunternehmen bei der Rückgabe des Autos drastische Nachforderungen stellt. Dies kann der Fall sein, wenn das Auto mehr gefahren wurde als vorher vereinbart, oder wenn es mehr als die normalen Gebrauchsspuren aufweist.

Beim Restwertleasing sind vor allem die Händler von einem möglichen Preisverfall betroffen, da sie sich beim verpflichtet haben, das Fahrzeug am Vertragsende zum kalkulierten Restwert zurückzukaufen. Gibt die Marktlage diesen Preis nicht her, besteht die Gefahr, dass sie versuchen, diesen Verlust auf den Leasingnehmer abzuwälzen, warnt der ADAC. Beispielsweise dadurch, dass der Händler das Auto bei der Rückgabe besonders kritisch unter die Lupe nimmt. Deshalb sollten mögliche Fahrzeugmängel unbedingt vorher beseitigt werden. Denn danach ist die Reparatur in einer günstigen Werkstatt der eigenen Wahl oft nicht mehr möglich.

Kratzer und kleine Dellen

So werden etwa Kratzer im Lack toleriert, wenn diese durch Polieren verschwinden. Auch eine Delle mit einem Durchmesser in der Größe eines Eurostücks wird akzeptiert. Aber für alle festgestellten Schäden, die über eine normale Nutzung hinausgehen, wird eine Kalkulation für deren Beseitigung erstellt und dem Leasingnehmer in Rechnung gestellt.

Beim weitverbreiteten Kilometerleasing muss der Leasingnehmer darauf achten, die vereinbarte Laufleistung nicht zu überschreiten. Wobei in den meisten Fällen eine Mehrleistung von bis zu 2.500 Kilometer vertraglich geduldet wird. Werden die jedoch überschritten, muss je Kilometer ein ebenfalls im Vertrag festgelegter Betrag gezahlt werden. Und der kann sich rasch auf einige hundert Euro summieren.

Quelle: n-tv.de, sp-x

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