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V6 Café Racer Levis Motorcycles kehrt zurück

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Im Frühjahr 2019 will Levis Motorcycles seinen V6 Café Racer auf den Markt bringen.

Das Comeback der Sportwagenmarke Connaught endete vor zehn Jahren im Bankrott. Jetzt soll die Konkursmasse dazu dienen, die alte britische Motorradmarke Levis wiederzubeleben. Als Erstes soll ein sündhaft teurer Café Racer mit V6-Triebwerk angeboten werden.

Untergegangene Motorradmarken aus England gibt es viele. Ein heute weniger bekannter Hersteller ist Levis, der von 1911 bis in die 1940er-Jahre Motorräder in Birmingham produzierte. Diesen Namen haben jetzt ein paar Briten mit neuem Leben erfüllt. Erstes Modell der neuen alten Marke ist der besonders auffällig gestylte und extrem teure V6 Café Racer.

Modular aufgebauter V10

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Für jeden Zylinder gibt es ein Auspuffrohr mit Micorschalldämpfer.

Hinter der Neugründung der Marke steckt der Unternehmer Phil Bevan, der sich die Rechte an einem Mitte der Nullerjahren von der englischen Sportwagenmarke Connaught entwickelten Zweiliter-V10-Motor sicherte. Zunächst hat Bevan für sein erstes Motorradprojekt eine Version mit sechs Zylindern und 1,2 Liter Hubraum abgeleitet, die 120 PS und 160 Newtonmeter leistet.

Prinzipiell lassen sich aus dem modular aufgebauten V10 mit nur 22 Grad Bankwinkel auch weitere Versionen mit zwei, vier oder acht Zylindern entwickeln. Bei dem neu konstruierten Sechsgang-Getriebe wurde der sechste Gang als Overdrive angelegt. Dazu kommt ein integrierter Starter-Generator. Beim Antrieb will man optional Kette oder Kardan anbieten.

Sehenswerte Details

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Viel Chrome und gebürstetes Aluminium ziert den V6 Café Racer von Levis.

Neben dem mächtigen Motor mit seiner spektakulären Edelstahl-6-in-6-Auspuffanlage setzen die Levis-Verantwortlichen auch sonst auf brachiale Optik. Auffällig sind die aus den Vollen gefrästen Räder, die massive Alugabelbrücke oder die Rahmenkonstruktion aus außenliegenden und in weiten Bögen gekrümmten Edelstahlrohren. Sehenswert ist auch die Radführung, hinten per Einarmschwinge und vorne mit einer Trapezgabel im Hossack-Stil. Im Kontrast zum weitgehend metallischen Fahrzeugkörper gibt es einen zweifarbigen Ledersattel, Lampen mit LED-Technik sowie ein TFT-Cockpit.

Zwar wirkt der Café Racer in eigentlich allen Details kostspielig, doch dass die ab März 2019 bestellbare V6-Maschine umgerechnet gut 115.000 Euro kosten soll, dürfte dann doch überraschen. Neben der Standardversion will Levis 2020 noch eine Isle of Man-Sonderedition auf den Markt bringen um den ersten Levis-Klassensieg bei der Rennserie zu feiern. Größere Stückzahlen sind vorerst also nicht zu erwarten, doch gelingt der Start, sollen in einigen Jahren weitere und möglicherweise günstigere Modelle folgen.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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