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Kodo der Zweite fürs Grobe Mazda zeigt neuen CX-5 in Los Angeles

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Nachgeschärft präsentiert sich die zweite Generation des Mazda CX-5 in Los Angeles und wagt sogar den Start mit einem Diesel.

(Foto: Holger Preiss)

2012 hat Mazda mit dem CX-5 und seinem Kodo-Design angefangen, eine Erfolgsgeschichte zu schreiben. Jetzt soll sie mit dem in Los Angeles präsentierten Nachfolger fortgesetzt werden. Viel hat sich auf den ersten Blick nicht geändert.

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Schmale Scheinwerfer lassen den Kühlergrill des Mazda CX-5 noch wuchtiger erscheinen.

(Foto: Holger Preiss)

Mazda will in Los Angeles an die Erfolgsgeschichte des CX-5 anknüpfen und präsentiert auf der Auto Show die zweite Generation des Kompakt-SUV. Bereits im Frühjahr des kommenden Jahres soll der Wagen auch in Deutschland bei den Händlern stehen. Das Design ist mehr Evolution als Revolution. Die Konturen sind nachgeschärft, aber kaum verändert, bleiben also dem inzwischen über alle Modelle wachenden Kodo-Design verpflichtet. "Veredelte Robustheit" nennt Mazda den Designansatz, unter dem die Japaner vor allem die Kunst des Weglassens verstehen. Das gelingt gar nicht schlecht, denn der CX-5 zeigt sich gestrafft und die abwechselnd konkaven und konvexen Flächen sorgen für recht spannende Lichteffekte auf der Blechhaut.

Für einen sportlicheren Auftritt und einen breiteren Stand soll die vorne und hinten um einen Zentimeter verbreiterte Spur sorgen, zudem wurde der Fahrzeugschwerpunkt abgesenkt. Die um 3,5 Zentimeter nach hinten versetzte A-Säule sorgt für eine bessere Sicht nach schräg vorne und die leicht abgesenkte Gürtellinie mit dem daraus folgenden größeren Glasanteil für bessere Rundumsicht. Die neue Front des CX-5 wird von schmalen, im Vergleich zum aktuellen Modell wesentlich tiefer positionierten LED-Scheinwerfern deutlich in die Breite gezogen. Der große Kühlergrill dominiert die Vorderansicht und wird von einer Schmolllippe überspannt, die die Motorhaube bildet.

Mazda zeigt Mut

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Die Falze im Heck wirken eindrucksvoller als noch beim Vorgänger des Mazda CX-5.

(Foto: Holger Preiss)

Doch abseits der dezenten optischen Veränderungen wagt Mazda in den USA mit dem neuen CX-5 einen großen Schritt. Mit dem 2,2-Liter Skyactiv-D - der in zwei Leistungsstufen 150 und 175 PS leistet - führen die Japaner erstmals einen Diesel in Nordamerika ein. Und das, obgleich nicht wenige Hersteller an der Zukunftsfähigkeit des Selbstzünders zweifeln. Für das Triebwerk, das es in Deutschland neben den zwei bekannten Benzinern geben wird, verspricht Mazda absolute "Sauberkeit und Effizienz". Zudem setzt Mazda darauf, dass das hohe Drehmoment des Diesels in Verbindung mit dessen geringerem Verbrauch die Käufer überzeugt. Selbst dann, wenn die VW-Affäre viel Schaden angerichtet hat. Zudem hat Mazda den Erfolg aus Japan im Rücken. Im Land der aufgehenden Sonne war der Diesel auch eher verpönt. Inzwischen entfallen auf Mazda 70 Prozent aller Dieselverkäufe. Im vergangenen Jahr waren das 100.000 Einheiten.

Kaum Änderungen gibt es im Innenraum, dafür aber das Versprechen, sich in der Verarbeitung in Richtung Premium zu bewegen. Und tatsächlich fühlten sich die Materialien bei einer ersten Sitzprobe nicht nur gut an, sie wirkten auch sehr gut verarbeitet. Mehr Komfort für den Fahrer soll die etwas angehobene Mittelkonsole bieten, der Gangwahlhebel wurde, je nach Getriebeart, um vier beziehungsweise sechs Zentimeter angehoben. Auch bei der Geräuschdämmung soll sich der CX-5 deutlich verbessert haben. Vor allem Abrollgeräusche, die auf rauen Fahrbahnoberflächen entstehen, sowie hochfrequente Wind- und Reifengeräusche bei höheren Geschwindigkeiten sollen deutlich reduziert worden sein. Je nach Fahrsituation sinkt der Geräuschpegel um rund 1,3 Dezibel, verspricht Mazda, was vor allem der Konversation mit Personen in der zweiten Reihe zugutekommen dürfte.

Verbesserter Fahrkomfort und "G-Vectoring"

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Der Innenraum des Mazda CX-5 macht einen wertigen Eindruck.

Um den Fahrkomfort und die Lenkpräzision zu verbessern, hat der CX-5 jetzt ebenfalls die Fahrdynamik-Regelung "G-Vectoring Control", die der japanische Automobilhersteller bereits im neuen Mazda6 und Mazda3 präsentiert hat. Eine weitere Neuerung ist die optionale Bereitstellung eines farbigen Head-up-Displays, das seine Informationen jetzt direkt auf die Windschutzscheibe projiziert. Die ausfahrbare Plexiglasscheibe bleibt aber als preiswerte Alternative erhalten. Für staugeplagte Fahrer wird es auf Wunsch auch eine radargestützte Geschwindigkeitsregelanlage mit Staufolge-Funktion geben. Ebenfalls neu für den CX-5 ist eine elektrisch bedienbare Heckklappe.

Großen Wert legte Mazda bei der Präsentation auch auf die Lackiertechnik "Takuminuri", die den Fahrzeugen in Dreischichten eine ganz besondere Farbintensität gibt. Die Struktur, so Mazda, verleiht den Fahrzeugen aus der Großserienproduktion "die Qualität und Präzision einer in Handarbeit aufgetragenen Lackierung". Die spezielle Pigmentierung und "verschiedene Flocken" sollen das Licht in ganz besonderer Art und Weise absorbieren und reflektieren.

Preise sind für den Wettbewerber von VW Tiguan, Ford Kuga und Nissan Qashqai noch nicht bekannt. Die aktuelle Generation gibt es ab 24.600 Euro und daran dürfte sich auch nicht viel ändern.

Quelle: n-tv.de

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