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Gran Artic und Transit Elevated Bus Megabusse für Megametropolen

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Megabusse sollen in Zukunft den Personentransport in den größten Metropolen der Welt übernehmen.

Große Städte brauchen große Busse. In Südamerika soll nun ein 30-Meter-Ungetüm zum Einsatz kommen, das 300 Fahrgäste aufnehmen kann. Doch das ist im Vergleich zur chinesischen Variante eines Megabusses geradezu lächerlich.

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In Sao Paulo gibt es extra Trassen, nur für Megabusse.

In südamerikanischen Mega-Städten wie Sao Paolo muss der öffentliche Nahverkehr tagtäglich große Menschenmassen bewegen. Um dessen Effizienz zu steigern, will Volvo künftig mit dem Gran Artic 300 den nach eigenen Angaben längsten Omnibus der Welt einsetzen. Das 30-Meter-Ungetüm soll bis zu 300 Fahrgäste aufnehmen können.

Zum Einsatz kommt der mächtige vierachsige Doppelgelenkbus auf sogenannten Bus-Rapid-Transit-Strecken (BRT), wie sie in vielen Großstädten Südamerikas üblich sind. Diese für andere Verkehrsteilnehmer gesperrten, speziellen Busbahnen sind eine kostengünstige Alternative zum schienenbasierten Nahverkehr.

Auch für Deutschland interessant?

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Das Chassis für den Gran Artic 300 ist bereits fertig.

Eine Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit solcher BRT-Strecken zu erhöhen, bietet der Einsatz größerer Busse. Der nun von der brasilianischen Volvo-Tochter entwickelte Gran Artic 300 würde hier einen neuen Rekord aufstellen. Allerdings wurde bislang nur das Chassis gebaut.

Im deutschen Nahverkehr kommen Doppelgelenkbusse recht selten zum Einsatz. Unter anderem in Hamburg und Aachen sind rund 25 Meter lange Exemplare des holländischen Herstellers Van Hool mit Platz für fast 200 Fahrgäste unterwegs. Der Karosseriehersteller Göppel hat 2012 sogar einen 30,5 Meter lange Variante vorgestellt, bei der es sich allerdings um einen Versuchsträger handelt.

Transit Elevated Bus - Giga-Bus für China

Auch in China wird mit derartigen Mega-Bussen experimentiert. Im Reich der Mitte wurde in diesem Jahr der Transit Elevated Bus getestet. Der elektrisch betriebene Riese, der sich wie ein Tunnel über die Autotrassen spannt, wurde in Qinhuangdao, in der Provinz Hebei im August dieses Jahres enthüllt. Noch war das Ungetüm von 22 Meter Länge, 7,8 Meter Breite und 4,8 Meter Höhe unerträglich langsam unterwegs. Für die finale Version versprechen die Chinesen aber eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 65 km/h.

Der Innenraum gleicht eher einer luxuriösen Flughafenhalle als einem herkömmlichen Bus. Das hat auch seinen guten Grund, denn am Ende sollen bis zu 1200 Personen Platz finden. In älteren Entwürfen sollten sogar bis zu vier Busse aneinandergekoppelt werden, um in einem Zug bis zu 4800 Passagiere befördern zu können.

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Der Innenraum gleicht einer Flughafenhalle.

Zu besteigen ist der Giga-Bus ob seiner Größe allerdings nur über extra erhöhte Bahnsteige am Straßenrand. "Der Bau des Transit Elevated Bus kann innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden", frohlockt der Verantwortliche Ingenieur des TEB-Projekts Bai Chiming. Dass die Chinesen das Projekt zum Abschluss bringen steht außer Frage. Allerdings ist die Teststrecke im Moment nicht länger als 300 Meter.

Quelle: ntv.de, hpr

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