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Wetter- und situationsabhängig Mercedes' intelligentes Licht

Mercedes hat ein Scheinwerfersystem entwickelt, das die Lichtverteilung der Wetter- und Fahrsituation anpasst. Das "Intelligent Light System" soll in diesem Sommer in der E-Klasse in Serie gehen und für fünf Fahrsituationen optimiert sein.

Ein Landstraßenlicht soll den linken Fahrbahnrand weiträumiger ausleuchten. Der Sichtbereich vergrößert sich dadurch um zehn Meter. Bei Geschwindigkeiten über 90 Stundenkilometer schaltet sich zudem in zwei Stufen ein neues Autobahnlicht ein. Dafür wird die Leistung der Xenon-Lampen erhöht und die Reichweite vergrößert, so dass der Fahrer etwa 50 Meter weiter sehen kann als mit normalem Abblendlicht.

Bei schlechtem Wetter aktiviert das System das erweiterte Nebellicht. Der linke Xenon-Scheinwerfer schwenkt dabei seinen Lichtstrahl nach außen und unten und leuchtet die innere Fahrbahnhälfte besser aus. Außerdem vermindere die breitere Lichtverteilung die Eigenblendung durch reflektiertes Licht.

Darüber hinaus hat Mercedes auch das Kurvenlicht weiter entwickelt und den Schwenkbereich von 12 auf 15 Grad vergrößert. Dazu gibt es außerdem ein Abbiegelicht, bei dem automatisch die Nebelscheinwerfer angehen, wenn der Fahrer den Blinker betätigt oder das Lenkrad einschlägt. So werde der Bereich seitlich vor dem Fahrzeug etwa 30 Meter weit ausgeleuchtet.

Technisch basiert das Intelligent Light System laut Mercedes noch auf normalen Bi-Xenon-Scheinwerfern, die schwenkbar gelagert sind und deshalb einen variablen Lichtkegel möglich machen. In Zukunft rechnen die Entwickler jedoch mit dem Einsatz von Leuchtdioden, die Glühlampen in vieler Hinsicht überlegen sind: Sie sollen weniger Energie und weniger Bauraum benötigen, lebenslang haltbar sein und so angesteuert werden können, dass sich die neuen Lichtfunktionen ohne Mechanik elektronisch darstellten lassen.

Quelle: n-tv.de