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Die Optik des Nissan Juke ist nicht jedemanns Sache. Bei der ersten HU glänzt der Japaner aber.
Die Optik des Nissan Juke ist nicht jedemanns Sache. Bei der ersten HU glänzt der Japaner aber.
Mittwoch, 08. April 2015

Aussehen bleibt Geschmackssache: Nissan Juke macht gebraucht gute Figur

Wer ein stylisches Mini-SUV sucht, der wird am Nissan Juke nicht vorbeikommen. Doch der kecke Japaner ist kein Auto für jedermann, obgleich er als Gebrauchter dem TÜV Freude bereitet und damit durchaus zu empfehlen ist.

Ob der Nissan Juke wirklich gut aussieht, darüber kann man trefflich streiten. Nichts zu diskutieren gibt es aber derzeit bei der Haltbarkeit des Japaners: Das Mini-SUV besteht die erste Hauptuntersuchung mit Bravour. Dass der Juke trotzdem nicht für jedermann geschaffen ist, hat eher konzeptbedingte Gründe.

Ob Bug oder Heck, die Optik des Juke ist gewöhnungsbedürftig.
Ob Bug oder Heck, die Optik des Juke ist gewöhnungsbedürftig.

Das Blechkleid des Nissan Juke ist auffällig und mutig geschnitten. Die aufgesetzten, langgezogenen Scheinwerfer, die bulligen Radhäuser, die abfallende Dachlinie – der 4,14 Meter kurze Nissan hat einen sehr eigenwilligen Stil. Das gefällt nicht jedem, entspricht aber ganz der Art eines Lifestyle-SUV. Bei diesem Design müssen Interessierte aber eingeschränkte Platzverhältnisse in Kauf nehmen.

Auf der Rückbank des 2+2-Sitzers ist es eng und der winzige Kofferraum hat nur Platz für 251 Liter, bei umgelegter Rückenlehne sind es ebenfalls nicht gerade üppige 830 Liter. Im Zuge des Facelifts 2014 ist das Kofferraumvolumen auf 354 respektive 1189 Liter gewachsen. Geblieben ist designbedingt die äußerst schlechte Sicht nach hinten. Die optionale Rückfahrkamera ist bei diesem Auto Pflicht.

Wirklich kein Sportler

Das Platzangebot in der zweiten Reihe ist nicht gerade üppig.
Das Platzangebot in der zweiten Reihe ist nicht gerade üppig.

Der Juke ist kein Ausbund an Komfort, dafür gibt er Stöße zu sehr weiter. Als ein wirklich sportliches Fortbewegungsmittel kann man das Mini-SUV allerdings auch nicht bezeichnen. Auf Benzinerseite sind 1,6-Liter-Vierzylinder mit Turboaufladung im Angebot. Sie leisten zwischen 94 PS und 200 PS und gelten allesamt als recht durstig. Wer längere Strecken fährt, sollte den 1,5-Liter-Diesel mit 110 PS in Betracht ziehen, der mit wenig Verbrauch und ordentlichen Fahrleistungen überzeugt.

Der Serienumfang der Visia genannten Ausstattungsvariante geht mit CD/MP3-Radio, elektrischen Fensterhebern und geteilt umlegbaren Rücksitzen in Ordnung, ist der Gebrauchte gar mit Visia Plus bestückt, sind außerdem Klimaanlage, Bordcomputer und 16-Zoll-Leichtmetallräder dabei. Wie bereits erwähnt, empfiehlt sich aufgrund der quasi nicht vorhandenen Übersicht aus dem Heckfenster ein Exemplar mit Rückfahrkamera. Die ist allerdings erst in der höchsten Ausstattung Tekna serienmäßig oder wurde im Paket mit Navi für seinerzeit 750 Euro hinzugebucht.

TÜV ist kein Problem

Wer im Juke reisen will, der muss sich auch beim Gepäck beschränken.
Wer im Juke reisen will, der muss sich auch beim Gepäck beschränken.

Bei seiner ersten HU macht das Mini-SUV den TÜV-Prüfern Freude – sie müssen wenig notieren. Mit den fehlerlos bestandenen Prüfungen schneidet der Juke besser ab als der Durchschnitt, bei allerdings einer geringeren Laufleistung als Vergleichsmodelle dieses Typs. Nicht funktionsfähige Leuchten kommen vor, einige Mängel an der Feststellbremse oder der Auspuffanlage – aber nichts über dem Durchschnitt der Fahrzeuge seines Alters. Ein wenig Sorgen macht den Sachverständigen höchstens etwas erhöhter Ölverlust am Antrieb.

Fazit: Das schräge Design hat seinen Preis beim Nutzwert: Wer ein komfortables und praktisches Mini-SUV sucht, ist beim Nissan Juke an der falschen Adresse. Wer aber nicht auf Platz angewiesen ist, erfreut sich an einem Auto mit Wiedererkennungswert. Die Preise für einen gebrauchten Juke beginnen bei deutlich unter 10.000 Euro, auch passabel ausgestattete Exemplare mit deutlich weniger als 100.000 Kilometern sind für diesen Preis zu finden. Umfassend ausgestattet und höher motorisiert geht es ab gut 10.000 Euro los. Jukes mit Allradantrieb sind selten, eigentlich unnötig und recht teuer.

Quelle: n-tv.de