Auto

VW dementiert Phaeton in der Krise

VW hat einen Bericht des "Spiegel" zurückgewiesen. Das Nachrichtenmagazin hatte berichtet, dass der Absatz des "Phaeton" schlechter lief als geplant und daher das Absatzziel für dieses Jahr von rund 14.000 auf 7.800 reduziert würde. Der VW-Sprecher Große-Leege bestätigte die Zahl für dieses Jahr, stellte aber klar, dass ab 2004 jährlich 20.000 Wagen verkauft werden sollen.

Derzeit sei das Modell noch nicht mit allen Motorvarianten lieferbar. Es fehlten noch die Acht-Zylinder-, die Zehn-Zylinder-Diesel- und die Fünf-Zylinder-Diesel-Ausführungen. Außerdem sei der Luxuswagen noch nicht auf allen Märkten, z.B. in Japan oder in den USA, eingeführt. In den USA plant der Konzern die Hälfte des Absatzes. In diesen Kontext seien die geringeren Absatzzahlen für dieses Jahr zu stellen, sagte der VW-Sprecher.

Weiterhin widersprach der VW-Sprecher den Ausführungen des "Spiegel" zur Kurzarbeit. Diese sei im VW-Werk "kein Thema". Er wies damit Ausführungen des Spiegels zurück, nach denen aufgrund des einbrechenden Absatzes des "Golf" über Kurzarbeit für die Beschäftigten nachgedacht wurde. Große-Leege sagte, dass der "Golf" sich nach wie vor gut am Markt halte. Auch finde kein Einsatz von VW-Mitarbeitern in der Produktion des neuen Modells "Touran" statt, der über die VW-Tochter Auto 5000 GmbH hergestellt werde. Hierfür sollen ausschließlich Arbeitslose eingestellt werden.

Der "Spiegel" kritisierte weiter in seinem Bericht, dass nicht ausreichend Marketing und Werbung für den "Phaeton" betrieben wurden, weshalb er seinen potentiellen Kunden bislang nicht ausreichend näher gebracht worden sei. VW-Sprecher Große-Leege äußerte sich hierzu nicht.

VW sei laut "Spiegel" nicht auf eine Absatzkrise vorbereitet. Auch mit dem "Golf" und dem "Passat" hätte der Konzern Absatzschwierigkeiten. Der neue "Golf" würde erst in der zweiten Jahreshälfte 2003 vorgestellt werden, der neue "Passat" sogar noch ein Jahr später. VW-Händler sagten gegenüber dem "Spiegel", der Konzern habe wegen seines Einstiegs in das Luxusgeschäft das Stammgeschäft vernachlässigt.

VW hatte 2002 weltweit weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Vertriebsvorstand Büchelhofer sagte für 2003 eher stagnierende Märkte in Europa und den USA vorher. Insbesondere aus China sei Wachstum zu erwarten. Mit einem Anteil von über 40 Prozent ist VW dort Marktführer.

Quelle: n-tv.de