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Schulterbruch und Titel Rekordsprung mit dem Truck über 115 Meter

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Es gibt immer wieder verrückte Rekorde. Der jüngste dürfte der Flug von Bryce Menzies mit einem Truck über eine ganze Ortschaft in den USA sein. Dass dabei die Schulter zu Bruch ging und die große Show ausblieb, ist Nebensache.

Die einen fahren mit einem Truck zur Arbeit, die anderen bringen das Ding zum Fliegen und verschaffen sich für den Moment einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. So hat es jedenfalls der US-Amerikaner Bryce Menzies gemacht, der mit 115,6 Metern einen neuen Weltrekord im Truck-Weitflug aufgestellt hat. In der Nähe von San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien überflog der Rallye-Fahrer am 27. August gleich eine ganze Geisterstadt in der Wüste.

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Bryce Menzies mit seinem Rekord-Truck.

(Foto: Red Bull)

Vier Monate arbeitet Menzies mit seiner Crew auf den großen Sprung hin. Mit immer neuen Tests wurde ermittelt, was den Truck schwer macht, die Bewegung in der Luft hemmt und einen möglichen Rekord verhindern könnte. Das alles war aber nur Theorie - der Beweis, dass der Truck und Menzies in der Lage sind, den großen Sprung zu schaffen, konnte nur in der Praxis erbracht werden.

So wurden in der Geisterstadt riesige Rampen aufgebaut. An der Landerampe wurden besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen, die im Falle eines Falles Manzies Leben retten sollten. Und dieser Weitblick sollte sich bezahlt machen. Bei einem der letzten sich immer weiter steigernden Trainingssprünge stürzte der Truck ab. Der Wagen war hin, aber der Schaden an Manzies mit einer gebrochenen Schulter überschaubar. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt konnte der Pilot auch wieder entlassen werden.

Die große Show, die es für den finalen Sprung geben sollte, musste allerdings abgesagt werden. Den Rekord hatte Manzies aber schon während des Trainings geknackt und damit sein Ziel auch ohne großes Publikum erreicht. "Für mich hat sich ein Traum erfüllt", so der Rennfahrer. Vor Manzies hielt der Stuntman Tanner Foust den Rekord mit 101 Meter. Er flog im Jahr 2011 mit seinem Buggy bei der Indy 500 in Indianapolis der Konkurrenz davon. Der Vorteil des Buggys bestand vor allem in seinem langen Federweg. Der verhinderte nach dem Flug ein hartes Aufsetzen und ermöglichte Foust sogar eine elegante Drehung im Kiesbett.

Quelle: n-tv.de, hpr