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Datenströme auf der Autobahn Toyota führt die Cloud für Verkehrsteilnehmer ein

Ein in Japan eingeführtes Verkehrsinformationssystem stellt die Positionsdaten aller Verkehrsteilnehmer in Echtzeit auf dem Navi, Smartphone, Tablet oder Computer zur Verfügung. Mit dieser noch in den Startlöchern befindlichen Technik sollen Unfälle aber auch Staus bald der Vergangenheit angehören.

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Mithilfe der Positionsdaten aller Verkehrsteilnehmer können im Katastrophenfall Menschenleben gerettet werden.

Die Kommunikation von Autos untereinander gilt als Technik der Zukunft. Größtes Ziel ist die Verhinderung von Unfällen, praktischer Nebeneffekt sind zum Beispiel Verkehrsdaten in Echtzeit, die vom Navi zur Stauumfahrung genutzt werden können. Welche Technik dazu am besten geeignet ist, testen Autohersteller gerade aus. In Japan führt Toyota ein cloud-basiertes System ein.

Daten über das Verkehrsaufkommen oder Behördeninformationen stellt der "Big Data Traffic Information Service" entweder auf dem Navi, aber auch auf dem Smartphone, Tablet oder Computer dar. Die Kommunikation läuft über eine Cloud, also ein internetbasiertes Daten-Netzwerk. Der Autofahrer kann auch manuell ein Verkehrsereignis melden. Besonderheit in Japan, wo zum Beispiel Erdbeben zum Alltag gehören: Das System soll auch zur Katastrophenhilfe beitragen indem es freie Rettungswege anzeigt oder die Standorte von Rettungskräften in der Nähe.

Experimente auch in Deutschland

So wie Toyota im Heimatland Japan experimentiert, sammelt in Deutschland aktuell Mercedes Erfahrungen – allerdings mit einer anderen Technik. Bei der Car-to-X-Kommunikation laufen ebenfalls Verkehrsdaten direkt ins Auto, dabei kommunizieren Autos untereinander und mit Sendern am Straßenrand.

Das Handy des Fahrers empfängt Warnmeldungen anderer Verkehrsteilnehmer, die über dasselbe System verfügen, oder von Funkbarken am Straßenrand – etwa zu Unfallstellen, Stauenden oder Wanderbaustellen.

Quelle: n-tv.de, sp-x

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