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Werner Lang im Jahr 1997 zwischen einem Schnitt-Modell eines 500er Trabants.
Werner Lang im Jahr 1997 zwischen einem Schnitt-Modell eines 500er Trabants.(Foto: dpa)
Dienstag, 18. Juni 2013

"Plastebomber" und "Rennpappe": "Vater" des Trabant ist tot

Den Trabant 601 wird gleichermaßen gehasst und geliebt. Für die einen ist er ein Stinker vor dem Herrn, für die anderen längst gesamtdeutscher Kult. Über den "Vater", seinen Konstrukteur, ist indes wenig bekannt. Das könnte sich nun ändern.

Der "Vater" des DDR-Kultautos Trabant 601, Werner Lang, ist tot. Der ehemalige Sachsenring-Chefkonstrukteur starb im Alter von 91 Jahren zu Hause in Zwickau, sagte ein Familienmitglied . Nach Medienberichten erlag er einem Herzleiden. Von dem dritten und meistgebauten Trabant-Modell - in der DDR verächtlich "Plastebomber" oder liebevoll "Rennpappe" genannt - wurden von 1964 bis 1990 insgesamt mehr als 2,8 Millionen Fahrzeuge hergestellt.

"Am Samstag haben wir beim Trabi-Treffen noch über die alte Zeit gesprochen", berichtete sein enger Mitstreiter Werner Reichelt, der 1950 von Lang bei Horch eingestellt worden war. "Ich habe einen guten Freund verloren", sagte der frühere Leiter der Kunststoffabteilung des wissenschaftlich-technischen Zentrums für Automobilbau in Chemnitz. Die Familie des Trabi-Pioniers plant eine öffentliche Trauerfeier. Der Termin dafür soll an diesem Freitag bekanntgegeben werden.

Lang stammte aus dem Erzgebirge und studierte mit Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg Maschinenbau und Kraftfahrzeugtechnik in Zwickau. Seit 1949 arbeitete er beim Automobilhersteller Horch, ab 1951 als Technischer Direktor. Mit der Vereinigung von Audi und Horch zu den Zwickauer Automobilwerken 1958 wurde er Chefkonstrukteur und übernahm die Verantwortung für die Weiterentwicklung des Kunststoff-Fahrzeugs, erzählte Reichelt. "Er ist der technische Vater des P601."

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Quelle: n-tv.de