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Über-Elfer in Goodwood Weltpremiere für Porsche GT2 RS

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Beim Festival Of Speed in Goodwood präsentiert Porsche sein neues Sportgerät den GT2 RS.

Kein Superlativ ist so gut, als dass er nicht vom nächsten übertroffen werden könnte. Das gilt nicht nur für den Automobilbau im Allgemeinen, sondern auch für die Marke Porsche im Besonderen. Dort das hat der stärkste 911er mit Straßenzulassung jetzt 700 PS.

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Natürlich gehört zu einem echten Sportwagen auch ein fetter Heckspoiler.

Den historischen Motorsportkurs auf den weitläufigen Latifundien des Earl of March in der südenglischen Grafschaft Sussex hat sich die Zuffenhausener Sportwagenfirma für die Weltpremiere ihren neuesten Boliden ausgesucht. Dort läuft gegenwärtig das "Goodwood Festival of Speed", eine weltweit einzigartige Mischung aus Motorsport, Jahrmarkts-Spektakel, Skurrilitätenshow und Neuheiten-Präsentationen. Seit die Londoner Automesse entweder gar nicht mehr oder praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, nutzen immer mehr Autohersteller die Neugier von zuletzt fast 200.000 Zuschauern, um auch Serien-Produkte der Öffentlichkeit vorzustellen.

Die durch Kunden repräsentierte Öffentlichkeit ist naturgemäß überschaubar, wenn ein Fahrzeug mehr als 285.000 Euro kostet, die Faszination ist jedoch ungeteilt, denn ein High-Tech-Paket wie GT2 RS lässt jeden Autofan mit der Zunge schnalzen. Es ist die Spezialität der Ingenieure aus Weissach, für den Rennsport taugliche PS-Monster so auszulegen, dass man mit ihnen auch zum Brötchen holen fahren kann. Wer zum Beispiel nicht weiß, wo der nächste Bäcker ist, kann sich seinen GT2 RS auch mit einem Navigationsgerät und Klimaanlage ausstatten lassen. Oder man erhält auf Wunsch für mehr Geld weniger Gewicht.

Kein Widerspruch

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Rotes Lenkrad, roter Himmel, das verlangt schon einiges an Mut.

Dass Rennsport und automatische Gangwechsel kein Widerspruch in sich sind, hat Porsche bereits mit dem Cayman GT3 RS unter Beweis gestellt. Folgerichtig ist nun auch der GT2 RS mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstet. Die Schaltbox beherrscht das beste aus zwei Welten, es kann sportlich und komfortabel – und es verschaltet sich nie. Der GT2 RS wird nämlich nicht nur von Vollzeit-Profis gefahren, sondern auch im so genannten Kundensport eingesetzt. Die Fahrer dort besitzen zwar eine Lizenz für die Rennstrecke und takten ihre Ausfahrten nach dem offiziellen Motorsport-Kalender, treiben aber nicht den nötigen Trainings- und Rundenaufwand, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Langstrecken-Weltmeister Mark Webber war es vorbehalten, den in silbergrau lackierten und mit viel Karbon verzierten Debütanten aufs Podest zu fahren. Dem Reglement entsprechend ist der Wagen mit einem Überrollkäfig ausgestattet, Kontrastnähte und großflächig verarbeitetes Alkantara sorgen für eine authentische Symbiose aus dynamischem Leistungspotenzial und luxuriösem Ambiente. "Es ist ein absolutes Biest", so die Einschätzung des australischen Porsche-Markenbotschafters, "aber Du kannst es mit auf die öffentliche Straße nehmen".

Sitzprobe für Lord March

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Sitzprobe für den Lord of March im Porsche GT2 RS.

Zu denen, die dies alsbald tun dürften, gehört Charles Gordon-Lennox, 10. Graf von Richmond und Kinrara, in der Motorsport-Gemeinde besser bekannt als Lord March. Der Gastgeber des Festivals of Speed ließ sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, schon mal Probe zu sitzen. Wie sich 700 Pferdestärken und 750 Newtonmeter, zart gezäumt von Hinterradantrieb und Hinterradlenkung, in 1470 Kilogramm Auto anfühlen, bliebt aber zunächst unentdeckt, da das neueste Porsche-Produkt zum Fotoshooting für die internationale Presse herhalten musste. Der 3,8 Liter-Biturbo-Motor, so viel sei noch für die Statistik festgehalten, wird mit 1,5 bar Ladedruck beatmet und soll unter entspannten Bedingungen mit 11,8 Litern Sprit je 100 Kilometer auskommen.

Auf die Schubkraft von vier angetriebenen Rädern kann sich verlassen, wer einen 911 Turbo S aus der Exclusive Series chauffieren darf. Auch dieses Werkstück aus der schwäbischen PS-Manufaktur wurde in Goodwood vorgefahren. Da die Sonderauflage nur 500 Stück beträgt, ist Exklusivität garantiert und wer ein Exemplar zugeteilt bekommt, hat trotz des Einstandspreises von knapp 260.000 Euro schon daran verdient. Dass der Exklusiv-Turbo ein gefragtes Sammlerobjekt werden wird, kann nämlich als gesichert angesehen werden. Das gleiche gilt übrigens für die Armbanduhr, die Porsche-Design passend zum golden schimmernden Elfer entwarf. Die Voraussetzung für ihren Erwerb ist der Besitz eines der 500 Sondermodelle.

Quelle: ntv.de

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